«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2017*

    1.8.17

    Honecker, ich hab Dich übertroffen! - irgendwie ein Syllogismus


    Praemissa major:
    Als Kaiser Justinian weiland  die Hagia Sophia fertiggestellt hatte (o.k. ein paar Maurer, Künstler und Architekten, sowie ein weihender Patriarch dürften mitgewirkt haben) soll er gerufen haben Νενίκηκά σε Σολομῶν - Salomon ich hab dich übertroffen!

    praemissa minor:
    Was haben wir damals in den 70ern und 80ern gelacht, wenn uns im - zugegeben fernen da niederrheinischen - Westen ein Text aus der DDR erreichte: Der Vorsitzende des Kombinats der Unterabteilung im Kommitee der Arbeiterschaft des.... usw. usf.

    conclusio:
    Wie schön, daß auch heute noch übertroffen wird:
    Der Vorsitzende der Pastoralkommission und der Unterkommission Frauen der Deutschen Bischofskonferenz oder Diözesane Seelsorgeamtsleiterinnen reihen die Deutsche Bischofskonferenz in eine ehrwürdige poetische Reihe mit Erich und seinen Freunden ein.

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    30.7.17

    Der blogoezesane Verschönerungsverein




    ....war in einem kleinem nach einem Bach benannten Dorf unterwegs.

    Und dann entdeckte der Herr der Putten, das Leibchen seiner Begierde:



    (Beim mittleren Bild ist übrgens dringlich auf den Hintergrund zu achten.)

    Da ich nur eine der drei Ortssprachen verstehe und das nur unvollkommen, frage ich mich, ob da nichtjugendfreies Aussagenpotential vorliegt (Diese Animes aber auch).








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    22.7.17

    Apollinaris


    Am 23. Juli kollidieren zwei Feste in einem zweigeteilten Bundesland. Während im osteuropäischen westfälischen Teil des Landes NRW des Hl. Liborius gedacht wird, feiern wir am Rhein den Hl. Apollinaris.

    Alles nicht so einfach, denn Libori is´schon schön und dazu zieht der Westfale ja eine Sache, die er einmal erkannt hat - was wiederum lange dauern kann - gleichermaßen  knallhart wir strahlend durch.

    Am Rhein ist das - wie immer - nicht so einfach. Da sind zunächst die Reliquien verteilt; nichts ungewöhnliches, wenn man um die Finanzierung des mittelalterlichen Rheinlandes durch Reliquienhandel weiß. Aber hier ist der der Fall noch besonders: Während der Leib....doch dazu kommen wir später.

    Das Haupt des Hl. Bischofs von Ravenna mit seinen beiden dortigen berühmten Titularkirchen Sant´Apollinare und Sant´Apollinare befindet sich in Remagen, was wiederum spätestens seit 1924 nicht mehr unter der grün-weiß-roten Trikolore angesiedelt ist,.... doch ich schweife ab.

    Also das Haupt des Heiligen, hatte ich vor Jahren schon besucht.

    Nun wendeten das Maxistrant und ich unseren Schritt



    jenem Dorf zwischen Angermund und Benrath zu, das unter dem Namen seines Hauptstromes Landeshauptstadt von NRW geworden ist und in dem sich der Sarkophag des Restheiligen befindet

    Am letzten Mittwoch stand nun folgendes auf dem Programm:
    eine irgendwie unglückliche Formulierung, die trotzdem neugierig macht.

    Kurz gesagt: Es war eine schöne würdevolle Feier (mit ca. 50 "Besuchern"); eine deutsche gesungene Vesper figuriert mit Teilen eines Händelschen "Laudate pueri" für Sopran, Oboe, Chor und Orchester. Gut, der Zelebrant redete mir etwas zu viel, wenngleich nicht allzu viel zu viel. Dieser Eindruck wurde aber durch die herrlichen barocken (?) Pluvialia des Klerus ausgewischt.
    Daß dann ein Oberbürgermeister einer Groß- und Landeshauptstadt - allerdings vor kleiner Kulisse - dem Stadtpatron eine Kerze entzündet und diese Gelegenheit nicht zu einer Rede mißbraucht, erhebt ihn fast schon in den Stand der Heiligkeit.

    Wie immer können Bilder wenig wiedergeben (insbesondere, wenn ich diese mache), aber dennoch sei´s gewagt.

    Von der Bahn fast gehindert


    wurde Wind und Wetter zu Kaiserswerth getrotzt





    und das vorgeschriebene Einstiegsmeditationsbild in den Tag betrachte:

    Schließlich erreichten wir St. Lambertus/Düsseldorf-Altstadt, mit interessantem Turm:



    Der Vorplatz war aufwendig eigenwillig geschmückt:






    Die Kerze noch unentzündet:



    (Ach ja, vor der Feier wurde die Superintendentin begrüßt; diese beiden Herren nicht)

    Kerze brennend mit Schrein:


    Doch, alles in allem: Schön!

    Aber was ist denn jetzt - um zum Anfang zurück zu kehren - das wichtige Fest des Tage?

    Natürlich: Adventus trium Regum


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    21.7.17

    Typisch deutsch



    (HT)

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    11.7.17

    Von den letzten der Großen Versammlung - Gedanken am Fest unseres Vaters Benedikt


    Die Lesung der Stundenliturgie am Benediktsfest ist aus dem Buch Sirach (50/6f):

    quasi stella matutina in medio nebulae et quasi luna plena in diebus suis lucet

    et quasi sol refulgens sic ille effulsit in templo Dei

    Davor ergänzt das Stundenbuch: Ecce Confessor Magnus.

    Also auf deutsch  (Nicht ganz korrekt, aber umso schöner nach Luther 1912):

    Seht den großen Bekenner: Wenn er hinter dem Vorhang hervorging, so leuchtete er wie der Morgenstern durch die Wolken, wie der volle Mond;  wie die Sonne scheint auf den Tempel des Höchsten; wie der Regenbogen mit seinen schönen Farben; 

    Schlagen wir nach, so ist im Buch Sirach, der im Christentum eher unbekannte Hohepriester Simon/Schimon der Gerechte beschrieben.

    Schon interessant, daß der Gerechte Oberste Liturge des Alten Bundes zum Typos unseres Vaters Benedikt gemacht wird.

    Nun gehört das Buch Sirach nicht zum Kanon der hebr. Bibel (Obwohl es in den letzten hundert Jahren in der Kairo Geniza und in Qumran fast vollständig auf hebräisch entdeckt wurde), aber  an entscheidender Stelle begegnet unser Simon im Talmud, in den Sprüchen der Väter/Pirqe Avot . Dieser Mischnatraktat schließt nicht nur die 4. Talmudordnung ab, sondern er wird als einziger Traktat auch im gewöhnlichen Gottesdienst gelesen, von Pessach/Ostern an den ganzen Sommer.

    Nachdem im ersten Vers in einem Parforceritt die Weitergabe der Tora vom Sinai über Mose, Josua und die Propheten bis zu unserem Simon geschildert wird, kommt er selbst zu Wort: 

    "Auf drei Dingen ruht die Welt: Auf der Weisung, auf den Gottesdiensten, auf dem angemessenen Tun."

    Die Tora, die Lehre , die Regel bietet die Grundlage - bei Benedikt und Simeon, bei Juden und Christen.

    Daraus folgen die Gottesdienste und hier denke ich an das Stundengebet, das seine Wurzel in den täglichen Gebeten der Synagoge hat und wie diese im Zentrum aus Psalmen besteht.

    Und dann steht da am Schluß das angemessene Tun, die Wohl - Tätigkeit. Nicht (zumindest nicht nur) Almosen sind hier gemeint, sondern das Tun (hebr. Singular!) des richtigen.

    Sagen wir es einmal angenehm absurd:

    Seit dem Sinai weiß unser Vater Benedikt und hat es uns überliefert:

    Aus der Regel folgt: Ora et Labora.

    Daß letzteres kein orginäres Benediktzitat ist, stört uns wenig. Juden wie Katholiken wissen um die Werkmächtigkeit der mündlichen Tora sprich der Tradition.

    Ein letzte Frage: Woher weiß der Simon das, durch das er gerecht und Unser Vater gesegnet/benedictus wird?

    Das hebräische Wort Schim`on leite sich vom Wort schama` ab, und das ist übersetzt, was Benedikt zu Beginn seiner Regel empfiehlt: hören!

    Obsculta, o fili, praecepta magistri, et inclina aurem cordis tui, et admonitionem
    pii patris libenter excipe et efficaciter comple,

    Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!


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    26.5.17

    السلام مع مصر

    Psalm 74

    1 Ein Maskil. Von Asaph.
    1 O Gott, warum hast du [uns] verworfen für immer, warum raucht dein Zorn gegen die Schafe deiner Weide?
    2 Gedenke an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben, an den Stamm deines Erbteils, den du erlöst hast, an den Berg Zion, auf dem du Wohnung genommen hast!
    3 Erhebe deine Schritte zu dem Ort, der so lange in Trümmern liegt! Alles hat der Feind verderbt im Heiligtum!
    4 Deine Widersacher brüllen in deiner Versammlungsstätte; sie haben ihre Banner als Zeichen aufgestellt.
    5 Es sieht aus, als schwänge man oben im Dickicht des Waldes die Axt;
    6 und jetzt zerschlagen sie all ihr Schnitzwerk mit Beilen und mit Hämmern.
    7 Sie stecken dein Heiligtum in Brand, sie entweihen die Wohnung deines Namens bis auf den Grund!
    8 Sie sprechen in ihren Herzen: »Laßt uns sie alle unterdrücken!« Sie verbrennen alle Versammlungsstätten Gottes im Land.
    9 Unsere eigenen Zeichen sehen wir nicht; es ist kein Prophet mehr da, und niemand bei uns weiß, wie lange.
    10 O Gott, wie lange darf der Widersacher schmähen? Soll der Feind deinen Namen immerfort lästern?
    11 Warum ziehst du deine Hand zurück, deine Rechte? [Ziehe sie] hervor aus deinem Gewand, mache ein Ende!
    12 Gott ist ja mein König von Urzeit her, der Rettung gab in diesem Land.
    13 Du teiltest das Meer durch deine Kraft, du zerschlugst die Köpfe der Drachen auf dem Wasser;
    14 du zerschmettertest die Häupter des Leviathan, du gabst ihn dem Volk der Wüstenbewohner zur Speise.
    15 Du ließest Quellen und Bäche hervorbrechen, du legtest Ströme trocken, die sonst beständig fließen.
    16 Dein ist der Tag, dein ist auch die Nacht, du hast den Mond und die Sonne bereitet.
    17 Du hast alle Grenzen des Landes festgesetzt; Sommer und Winter hast du gemacht.
    18 Gedenke daran, Herr, wie der Feind dich schmäht, und wie ein schändliches Volk deinen Namen lästert!
    19 Gib die Seele deiner Turteltaube nicht dem Raubtier preis, und vergiß das Leben deiner Elenden nicht für immer!
    20 Schau hin auf den Bund! Denn die Schlupfwinkel des Landes sind voll Räuberhöhlen.
    21 Laß den Unterdrückten nicht beschämt davongehen, sondern laß die Elenden und Armen deinen Namen preisen!
    22 Steh auf, o Gott, führe deine Sache hinaus! Gedenke an die Schmach, die dir täglich von dem Schändlichen widerfährt!
    23 Vergiß nicht das Geschrei deiner Widersacher, den Lärm deiner Feinde, der ständig emporsteigt!

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    2.5.17

    Heute vor 30 Jahren


    Fuhr ich von Frankfurt nach Kevelaer um im Chor zu singen




    (Entdeckt in einem aktuellen Pfarrbrief von der anderen Rheinseite)


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    26.4.17

    Der kleine Jone und das Toastbrot Bernd


    Aus aktuellem Anlaß zu einer im Netz tobenden Debatte über Essen, Essen und Erstkommunion, mag uns Altmeister Jone weiterhelfen.





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    17.4.17

    Von dem einen und dem anderen Thomas




    Eine erzählende Rezension zu:

    Thomas Frings: »Aus, Amen, Ende? – So kann ich nicht mehr Pfarrer sein«
    176 Seiten, gebunden, 16,99 €
    Verlag Herder, ISBN 978-3-451-37797-6

    Prolog

    Anfang der 90er lernten wir uns kennen: Er Thomas, ich Thomas. Er kam vom Niederrhein, ich kam vom Niederrhein. Beide lebten wir im Exil im Münsterland. Er wurde 1987 zum Priester geweiht und amtete jetzt in seiner ersten Pfarr(verwalter)stelle; ich hatte im Jahre ´89 geheiratet und die Tochter war da. Ab 1993 führten dann unsere Wege auseinander.
    Beide haben wir uns an der realexistierenden Kirche im deutschen Sprachraum abgearbeitet, er u.a. als Pfarrer und im Priesterrat, ich u.a. als Pastoralreferent und Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Und irgendwann war für uns Schluß in dieser Kirche, wie wir sie in Deutschland  vorfinden, auf den alten Feldern weiter zu arbeiten. Das ganze übrigens (Und ich hoffe ich tue dem anderen Thomas nicht unrecht) ohne eigentliche Glaubenskrise. Ach ja, eines noch, was uns verbindet: Die Kunst. Thomas Frings hat vor seiner Weihe Kunstgeschichte studiert und war Leiter einer bischöflichen Kunstkommission; ich bin seit 1995 Berufsmusiker und auch im Performancekunstbereich tätig.

    1. Akt: Von Facebook zum Buch

    Am 14. 2. 2016 veröffentlichte Pfarrer Frings auf der Facebook-Seite seiner Pfarrei ein Manifest mit dem Namen „Kurskorrektur“. Hier beschreibt er, daß er so letztendlich nicht mehr Pfarrer sein kann. Das „Kann“ ist wichtig, weil die Sakramentenpraxis so nicht funktioniert - bei aller Wichtigkeit der kirchlichen Sakramente und Zeichen, weil die Glaubenspraxis und -weitergabe in den Gemeinden nicht funktioniert - bei aller Notwendigkeit des Glaubens, kann er - obwohl er gerne Priester ist - so nicht mehr Pfarrer sein. Am Ostermontag lasse er sich darum vom Bischof von seinem Amt als Pfarrer entpflichten.

    Dieser Text liegt seinem Buch zugrunde….

    Interludium: Lektorat

    ….Und da beginnen einige Schwierigkeit: Die „Kurskorrektur“  wird im Buch ausgeführt und variiert, aber!! Oft beginnen die Kapitel des Buches mit Passagen der „Kurskorrektur“, die dann ausgeführt werden. Manchmal erscheinen Passagen derselben inmitten von Erklärung. Und oft weiß man nicht, was liegt hier gerade vor. Die optische Absetzung durch unterschiedliche Schrifttypen trägt nur begrenzt zur Orientierung bei und wird auch nicht konsequent beibehalten. Ja, manchmal taucht exakt derselbe Text im Buch an mehreren Stellen auf (z.B. S.19 und S.29)  Sagen wir es mal so: Der Versuch einer zeitnahen Veröffentlichung siegt gelegentlich über das Lektorat. Dabei entstehen öfters auch sinnlose Sätze: „und dann habe auch mir gedacht“ (S.76). Schade: Der pointierte aber auch assoziative Stil des Autors wird dadurch zumindest nicht unterstützt. Ich habe mir darum bei der Lektüre sicherheitshalber die „Kurskorrektur“ aus dem Netz zusätzlich ausgedruckt.

    2. Akt Beschreibungen

    Viele gute Rezensionen sind im Netz erschienen - ich darf als partes pro toto auf die von Josef Bordat und Peter Winnemöller verweisen, die wirklich alles Entscheidende sagen. Jetzt könnte  ich noch meine Wertung abdrucken und fertig, also denn:

    Ein mutmachendes Buch eben weil es Negatives so deutlich beschreibt!

    Ich möchte aber im Folgenden  einige (!) wichtige Gedanken und Erfahrungen des Autors darstellen und durch eigenes erlebte flankieren. Da das Buch einzelne Baustellen je einzeln beschreibt, scheint mir dies auch angemessen.

    Heilige Zeichen

    Wenn ich an die Stärken unserer Kirche denke, dann fallen mir … unsere Zeichen und Rituale ein, schreibt Frings (S.63).  Und recht hat er.  Aber Zeichen müssen ehrlich sein und sie müssen verstanden werden. Ich ergänze: verstanden werden können. Oft wird ein Außenstehender, ja selbst ein „Insider“ nicht alle Aspekte einer Sakramentenspendung begreifen. Dennoch nur ehrliche Zeichen sind begreifbar. Der Autor erwähnt echte Kerzen gegenüber Teelichtern (S.68) und wie er nach und nach die Zeichen bei der Taufe (Salbung und Salzgabe) entdeckt. Ich möchte ergänzen, wie ergreifend ich es fand unserem Kind das Taufkleid anzuziehen - ich sage bewußt nicht anlegen, weil anlegen schnell zu auflegen wird!

    Sakramentenpastoral

    Unter der Überschrift „Grandhotel Erstkommunion“ beschreibt Frings die Situation der Erstkommunionskatechese und zitiert die „Kurskorrektur“:
    Mangels Alternativen einigen sich aber Fernstehende und Hauptamtliche darauf, einen Jahrgang lang - wenn die Kinder im dritten Schuljahr sind - so zu tun, als würde man sich wechselseitig glauben, was man sagt.
    Dem ist nichts hinzuzufügen - vielleicht doch: Das befriedigende Gefühl. daß unsere Tochter uns mit 7 Jahren mitteilte, daß sie mit einem befreundeten Priester vereinbart hatte, jetzt schon zu kommunizieren. Den Eltern gab dies die Ruhe manch spätere Bastelkatechese zu ertragen!

    Glaubenswissen und -praxis

    Ein guter Mensch sein, kann man auch ohne Kreuzzeichen und Gebet. Christ dagegen ist man nur mit. (S.72). An vielen Beispielen - so über das Betreten von Kirchen in Hundebegleitung - führt der Autor aus, welche Begriffsverwirrung es um das Wortfeld Glaube. Moral und Gutsein gibt.

    Alles in allem stellt der Autor - durchaus unterhaltsam zu lesende - Fragen an den Glauben der Kirche und seine praktische Umsetzung.

    Interludium 2: Die Gegenperspektive

    Jetzt möchte ich  hier aber einmal den anderen Thomas zu Wort kommen lassen - mich und das als Beispiel für viele Leute, mit denen ich rede. Für Menschen die einfach - um einen eher diskreditierten Begriff zu benutzen - fromm sein wollen. Die in der Liturgie nicht bespaßt werden wollen, die keinen Erklärbär alla „Jetzt machen wir das, weil…“ brauchen. Die einfach mal Ihre Ruhe haben wollen, die - ich sage es noch einmal -  einfach mal Ihre Ruhe vor Gott haben wollen. Da ist die stoische Norddeutsche, da ist der volksfromme Bayer und da bin ich, der ironische und polternde Rheinländer. Wir alle wollen vor Gott stehen, einfach so.

    Und dann lieber Thomas kehrt sich Dein Buch vielleicht um. Ich bin 52 Jahre alt, aber ich habe wenige Pfarrer erlebt, die mich nicht belehren oder gar unterhalten wollten. Doch ich bin Musiker.  Ich weiß, wo ich Unterhaltung finden kann, wenn ich sie suche. In der Messe will ich sie nicht. Und jetzt liegt die Frage auf der Hand: Haben nicht (mittlerweile) Generationen von Pfarrern, Katechetinnen und Bischöfen diese Besucher?/Gläubigen?/Sakramentempfänger? herangezogen, die das Event suchen und die einfach nicht mehr wollen und wissen, weil sie es eben nicht erlebt haben, daß die Messe, die Liturgie und das Gebet aus dem regelmäßigen Vollzug leben. Wenn diese letzteren dann aber erleben, daß mit pathetischen Worten, Zusammenlegungen und Pastoralplänen alle zwei Jahre das Heil neu in die Welt, oder zumindest in die Stadt kommt, aber das Heil ein sehr Lautes ist und ihnen dann auch wieder neu und laut erklärt wird, dann gibt es für viele - gerade um den Glauben zu bewahren - nur noch die Emigration; die äußere - und da gibt es zwischen neuen geistigen Gemeinschaften und Piusbruderschaft, ja einige Möglichkeiten - oder die innere Emigration. Das heißt dann: ich gehe vielleicht noch zur Anbetung, oder zur Vesper und meide im Gegenzug „Familienmessen“ und die Erklärbären im Weiheamt!

    3. Die Lösung:

    Nach diesen kritischen Worten kommt das Überraschende: Die Lösung die Thomas Frings vorschwebt ist auch ungefähr das, was ich mir denke. Frings schreibt (S.79): Und was wäre, wenn es mehr Optionen gäbe als nur „ganz oder gar nicht“? Wir brauchen eine gestufte Nähe (S.73), oder volkstümlicher ausgedrückt: Die Situation in unseren Gemeinde könnte so angelegt sein, wie die Kleidung in der Übergangszeit: zwiebelförmig. Im innersten Kreis könnte da so etwas wie die altkirchliche Arkandiziplin stehen. Müssen wir das innerste unseres Feierns, müssen wir die Eucharistie vor aller Augen abhalten? Brauchen wir etwas wie eine Ikonostase? Aber es gibt eben auch den zweiten Kreis (und das sehe ich vielleicht ein wenig anders als Frings?) Ich will auch einmal aus relativer Ferne einer liturgischen Handlung beiwohnen. Ich will manchmal einfach nicht „nach vorne kommen“. Ich will eigentlich nie in einen Werktagskirchenraum zusammengepfercht werden. Und selbst ich als begeisterter Sänger, möchte manchmal nur zuhören.

    Es schließen sich dann verschiedene Ringe, oder besser Segmente, der Nähe und Ferne an. Ganz außen steht dann etwas, daß man praeliturgische Feiern genannt hat. Da gilt es dann mit Frings ehrliche Zeichen zu setzen. Dies kann geschehen, wenn ich in der underground- Kunstszene mit Heiligenbildchen arbeite, oder wenn man in Kirchen um den Raum auszuloten bewußt modale Jazzimprovisationen einsetzt, die sich übrigens gut mit Gregorianik und einer Komplet, weniger gut mit z.B. Bach und einer Messe vertragen.

    Lieber Leser, laß uns hier weiterdenken, weiterarbeiten und je nach dem weiterbeten. Das Buch von Thomas Frings kann manche Richtung weisen.

    Epilog:

    Thomas Frings trat 3. Oktober 2016 als Postulant in eine Benediktinerabtei in den Niederlanden ein. Ich bin seit dem 8. Oktober 2016  Oblate einer (anderen) Benediktinerabtei in den Niederlanden.

                                                                                                  Thomas Baumann

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    16.4.17

    Ostergelächter





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    Easter for One, oder: der 90ste Geburtstag







    Easter for One

    oder

    Der 90ste Geburtstag


    Bene: Archadmiral Degenhardt
    ErzJoJo: Must I?
    Bene: Just to please me
    ErzJoJo: Åmen.

    Bene: Mr Rahnerroy
    K.R.SJ: Die ungeheure schweigende Leere, die wir als Tod empfinden, ist in Wahrheit erfüllt vom dem Urgeheimnis, das wir Gott nennen, von seinem reinen Licht und seiner alles nehmenden und alles schenkenden Liebe, und wenn uns dann auch noch aus diesem weiselosen Geheimnis doch das Antlitz Jesu, des Gebenedeiten erscheint und uns anblickt, und diese Konkretheit die göttliche Überbietung all unserer wahren Annahme der Unbegreiflichkeit Gottes ist, dann, dann so ungefähr möchte ich nicht eigentlich beschreiben, was kommt…
    Bene: Schnauze!
    K.R.SJ: Ach ja - (stutzt) - Zum Wohlwesen, ähem -seien.

    Bene. Erzbischof Dybbart-Button
    Dyb.: Catholicism dong - dong -dong!


    Bene: And finaly my dear friend Uta
    Uta R.-H: You´re looking younger than ever, younger than ever

    Bene: (nachdenklich) Ach quatsch, die lebt ja noch…

    15.4.17

    Wortschätze


    aus dem Revier.

    Wer kennt es?

    Er: "Mach mich nich rammdöäsig""

    Sie: "Boah watt is datt ´n rotzigen!"


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    Karsamstag - Schlußspurt






    Und bevor jemand meckert, der Strauch ist natürlich noch ungeschmückt!



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    31.3.17

    Keine Freitagabendbrötchen!


    Kurz im Supermarkt gegenüber gewesen.

    Ich komme raus und sehe in der insupermarktkassennäheüblichen Bäckerei die Auslage, darinnen Brötchen.
    Diese sehen lecker aus.

    Ich nähere mich, doch vorher auch ein anders Paar.
    Diese lassen sich fünf der Geräte einpacken.

    Die Kasse zeigt an : 5 SCHNECKENSCHNITTCHEN.

    Ich faß es nich´! Dann eben keine Brötchen, wenn Ihr mich vera...en wollt.

    Naja, auch das Graubrot zuhause kann man essen!

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    15.3.17

    Reiche leben länger, aber ist das gerecht?


    Der Armuts- und Reichtumsbericht ist veröffentlich.

    Es scheint festzustehen, daß männliche Reiche ca. 10 Jahre länger leben als Arme. (bei Frauen scheint sich die finanzielle Situation interessanterweise deutlich weniger auszuwirken!)

    Vordergründig ist dies ungerecht.

    Andereseits, sehe ich mir Schriftworte wie Mk 10/25 oder Lk 6/24  an und werfe ich einen Blick in den vierten Danteschen Höllenkreise, ...

    dann sind die 10 zusätzlichen Jahre doch eher karg bemessen!

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    14.3.17

    So sehn Schweine aus, na,na, an, nana





    (HT: ist mir leider entgangen)

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    7.3.17

    Wohin verschwand die kfd?


    Zu diesem Artikel eines Freundes möchte ich doch zwei Bilder ergänzen.

    Alte Fahne



    Fahne zum Jubiläum 1983



    Die Fahne zum Hundertjährigen scheint ja nicht zu existieren und da die Vorgängerfahne schon fest mit Trauerflor versehen ist, .....

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    Mittelalterliches Schwein beim Arzt




    (HT)

    Ach und dann ergänze ich gleich noch dieses neogothische Antoniusschwein aus Alt-St. Antonius/Hau






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    25.2.17

    Selfie-Pig



    (HT)

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    5.2.17

    Nachtrag zur Weihnachtszeit


    Wer "Tragt in die Welt nun ein Licht" hört, oder bemerkt, daß es gar unschuldigen Kindern oder Robbenbabies aufgenötigt wird, weiß, daß dark metal weder böse noch unberechtigt ist!


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    4.2.17

    Von Dessous und Sägen


    Da finde ich einen Artikel über Dessous, dessen positive Beschreibungen und Wertungen ich nicht ablehen; aber die Argumentation:

    "Sind sie praktisch? Nein! Schön? Ja!" heißt im Artikel.

    Für den Scholastiker gilt dann natürlich: Etwas, was nicht funktional ist, ist nicht schön.

    Quilibet autem artifex intendit suo operi dispositionem optimam inducere, non simpliciter, sed per comparationem ad finem. Et si talis dispositio habet secum adiunctum aliquem defectum, artifex non curat. Sicut artifex qui facit serram ad secandum, facit eam ex ferro, ut sit idonea ad secandum; nec curat eam facere ex vitro, quae est pulchrior materia, quia talis pulchritudo esset impedimentum finis. (S.Th. I 91 3 resp)

    Jeder Künstler aber sucht sein Kunstwerk so einzurichten, daß es dem Zwecke entspricht; sollte auch wirklich damit nach einer anderen Seite hin ein Mangel verbunden sein. So macht z. B. der Schmied die Säge, welche harten Stoff teilen soll, aus Eisen; und nicht aus Glas, mag auch das Glas schöner aussehen; denn solches Glas würde ein Hindernis für den Zweck sein.

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    25.1.17

    #wenn


    #wenn Du versuchst einen neuen Twittertrend zu kreieren.....

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    Nietenbuxe


    Kennt eugentlich jemand noch obiges alte Wort für Jeans?

    Oder daß man (zumindest im Revier) mal Manchester für Cord sagte?

    Und weiß jemand, daß Keiler im Mittelalter eben solche Hosen trugen?




    (HT)


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    2.1.17

    Amen!


    Von den versteckten frommen Seiten der Heimat:



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    13.12.16

    Aus Gründen





    Und der Sohn des Reviers freut sich immer über die Sprache des Südens und der Musik:

    o questo zeffiro, così soave  - wie fein klingt dies;

    Im Pott sacht man - nicht so schön, aber andererseits sehr entmythologisierend:
    Boa watt ´n Westwind und garnichma so frisch!



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    28.11.16

    Der Hund des Odysseus


    Zum Einstieg in den Advent

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    4.11.16

    Der gerade Schweineschwanz




    (HT)


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    11.10.16

    St . Martin


    ... ist zwar erst in einem Monat; wer sich aber schon vorbereiten will am Wohnzimmercarillon, an der Blog/ckflöte, oder vielleicht auch am Cembalo, dem sei dies letztjährige Werk empfohlen:







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    6.10.16

    Vorabendliches Meditationsbild




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    24.9.16

    Oblatur


    Es tut sich was, bei Bloggers. Während der papsttreue Felix sich zum Ritter schlagen ließ (Glückwunsch und Gottes Segen) wird der Dilettant (nur echt mit dem Abendland) Benediktiner-Oblate.
    Am 8.10. wird in der Benediktinerabtei  Sint Benedictusberg bei Vaals/Zuidlimburg zunächst um 17.00 die Vesper gesungen und danach lege ich mein Oblationsgelübde ab. Wer also in der Gegend ist (zwischen Aachen, Kerkrade, Verviers und Maastricht), ist herzlich eingeladen der Feier beizuwohnen.



    (Ein bescheidener Versuch die Ästhetik von catholicism wow zu kopieren)

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    7.9.16

    Schwein im Glas?




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    2.9.16

    Kubikhochzeit


    Die bei unserer Silberhochzeit dabei waren, werden sich an den Kopf fassen und sagen: "schon wieder zwei Jahre her?!" - Ja, liebe dabeigewesenen: Auch Ihr werdet alt - und darum geht es:
    Gemeinsam alt werden!

    Ein Ehejubiläum heißt dankbar zurück und hoffnungsvoll nach vorne zu blicken, so weit so gut; aber es heißt auch: dankbar nach vorne zu blicken, denn da kommt ja noch was. Und es heißt auch hoffungsvoll zurück zu blicken, denn aus all dem Mist, den man eben auch gemacht hat, kann man selbst (selten aber doch) oder der Liebe Gott (dessen métier es ja nach Heinrich Heine ist) doch noch Gutes wirken. Daß Wirken dabei eigentlich eine handwerkliche Tätigkeit ist, nimmt ihm übrigens den Klang einer Allerweltsmetapher und führt zum wuselig, frommen Tun.

    Kubikhochzeit,

    33

    Jahre!

    Keine dümmliche Benennung eines Jubiläums nach Haushaltsgegenständen oder Pflanzenspezies, sondern das erreichte, das räumlich, solide vor einem stehende bietet den Bezug. Quasi ein vollzogenes Versprechen in 3D. Nach einem Jahr war schon die erste Kubikzahl erreicht, nach acht Jahren die zweite, aber siebenundzwanzig  ? Das hat schon was!


    1. Nachbemerkung: Klingt jetzt so, als sei das alles selbst erarbeitet. Weit gefehlt: Alles ist Gnade - deo gratias!


    2. Nachbemerkung: Sollte die holde Gattin jetzt einwerfen: "Kubikhochzeit - Du bist bescheuert!" - antworte ich ohne zu stolpern: "Weiß ich selber!"


    3. Nachbemerkung: Die nächste Kubikzahl ist 64 - also ranhalten!

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    22.7.16

    Libori


    Ich sag dann mal so: Bin voraussichtl. morgen um 14.30 am Hauptportal

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    18.7.16

    Ruhrkultur am Rhein-Herne-Kanal

    Am Samstag machte ich mich auf um ein Stück Emscherkunst zu besichtigen.

    Erst sah ich das augenscheinlich neu geplante Legoland im Bahnhof meiner Heimatstadt




    Und erreichte dann vorbei an viel marktvermittelter Sinnlichkeit mein Ziel:

    Die Slinky Springs to fame

    Also schauen wir mal:












    Und weiter geht´s:
    Eine Fußballumkleide aus .... Zeit







    Am Gasometer vorbei, über Brücken und Kanälen zu Verkehrskindergärten und Autobahnbiotopen













    vorbei an Schönheiten der Heimat


    Zur romantischen Burg Vondern







    Aber Achtung


    Ende in Osterfeld 






    - kaum ist der Bergbau weg stehen die Bergarbeiter rum:







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