«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2017*

    26.4.17

    Der kleine Jone und das Toastbrot Bernd


    Aus aktuellem Anlaß zu einer im Netz tobenden Debatte über Essen, Essen und Erstkommunion, mag uns Altmeister Jone weiterhelfen.





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    17.4.17

    Von dem einen und dem anderen Thomas




    Eine erzählende Rezension zu:

    Thomas Frings: »Aus, Amen, Ende? – So kann ich nicht mehr Pfarrer sein«
    176 Seiten, gebunden, 16,99 €
    Verlag Herder, ISBN 978-3-451-37797-6

    Prolog

    Anfang der 90er lernten wir uns kennen: Er Thomas, ich Thomas. Er kam vom Niederrhein, ich kam vom Niederrhein. Beide lebten wir im Exil im Münsterland. Er wurde 1987 zum Priester geweiht und amtete jetzt in seiner ersten Pfarr(verwalter)stelle; ich hatte im Jahre ´89 geheiratet und die Tochter war da. Ab 1993 führten dann unsere Wege auseinander.
    Beide haben wir uns an der realexistierenden Kirche im deutschen Sprachraum abgearbeitet, er u.a. als Pfarrer und im Priesterrat, ich u.a. als Pastoralreferent und Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Und irgendwann war für uns Schluß in dieser Kirche, wie wir sie in Deutschland  vorfinden, auf den alten Feldern weiter zu arbeiten. Das ganze übrigens (Und ich hoffe ich tue dem anderen Thomas nicht unrecht) ohne eigentliche Glaubenskrise. Ach ja, eines noch, was uns verbindet: Die Kunst. Thomas Frings hat vor seiner Weihe Kunstgeschichte studiert und war Leiter einer bischöflichen Kunstkommission; ich bin seit 1995 Berufsmusiker und auch im Performancekunstbereich tätig.

    1. Akt: Von Facebook zum Buch

    Am 14. 2. 2016 veröffentlichte Pfarrer Frings auf der Facebook-Seite seiner Pfarrei ein Manifest mit dem Namen „Kurskorrektur“. Hier beschreibt er, daß er so letztendlich nicht mehr Pfarrer sein kann. Das „Kann“ ist wichtig, weil die Sakramentenpraxis so nicht funktioniert - bei aller Wichtigkeit der kirchlichen Sakramente und Zeichen, weil die Glaubenspraxis und -weitergabe in den Gemeinden nicht funktioniert - bei aller Notwendigkeit des Glaubens, kann er - obwohl er gerne Priester ist - so nicht mehr Pfarrer sein. Am Ostermontag lasse er sich darum vom Bischof von seinem Amt als Pfarrer entpflichten.

    Dieser Text liegt seinem Buch zugrunde….

    Interludium: Lektorat

    ….Und da beginnen einige Schwierigkeit: Die „Kurskorrektur“  wird im Buch ausgeführt und variiert, aber!! Oft beginnen die Kapitel des Buches mit Passagen der „Kurskorrektur“, die dann ausgeführt werden. Manchmal erscheinen Passagen derselben inmitten von Erklärung. Und oft weiß man nicht, was liegt hier gerade vor. Die optische Absetzung durch unterschiedliche Schrifttypen trägt nur begrenzt zur Orientierung bei und wird auch nicht konsequent beibehalten. Ja, manchmal taucht exakt derselbe Text im Buch an mehreren Stellen auf (z.B. S.19 und S.29)  Sagen wir es mal so: Der Versuch einer zeitnahen Veröffentlichung siegt gelegentlich über das Lektorat. Dabei entstehen öfters auch sinnlose Sätze: „und dann habe auch mir gedacht“ (S.76). Schade: Der pointierte aber auch assoziative Stil des Autors wird dadurch zumindest nicht unterstützt. Ich habe mir darum bei der Lektüre sicherheitshalber die „Kurskorrektur“ aus dem Netz zusätzlich ausgedruckt.

    2. Akt Beschreibungen

    Viele gute Rezensionen sind im Netz erschienen - ich darf als partes pro toto auf die von Josef Bordat und Peter Winnemöller verweisen, die wirklich alles Entscheidende sagen. Jetzt könnte  ich noch meine Wertung abdrucken und fertig, also denn:

    Ein mutmachendes Buch eben weil es Negatives so deutlich beschreibt!

    Ich möchte aber im Folgenden  einige (!) wichtige Gedanken und Erfahrungen des Autors darstellen und durch eigenes erlebte flankieren. Da das Buch einzelne Baustellen je einzeln beschreibt, scheint mir dies auch angemessen.

    Heilige Zeichen

    Wenn ich an die Stärken unserer Kirche denke, dann fallen mir … unsere Zeichen und Rituale ein, schreibt Frings (S.63).  Und recht hat er.  Aber Zeichen müssen ehrlich sein und sie müssen verstanden werden. Ich ergänze: verstanden werden können. Oft wird ein Außenstehender, ja selbst ein „Insider“ nicht alle Aspekte einer Sakramentenspendung begreifen. Dennoch nur ehrliche Zeichen sind begreifbar. Der Autor erwähnt echte Kerzen gegenüber Teelichtern (S.68) und wie er nach und nach die Zeichen bei der Taufe (Salbung und Salzgabe) entdeckt. Ich möchte ergänzen, wie ergreifend ich es fand unserem Kind das Taufkleid anzuziehen - ich sage bewußt nicht anlegen, weil anlegen schnell zu auflegen wird!

    Sakramentenpastoral

    Unter der Überschrift „Grandhotel Erstkommunion“ beschreibt Frings die Situation der Erstkommunionskatechese und zitiert die „Kurskorrektur“:
    Mangels Alternativen einigen sich aber Fernstehende und Hauptamtliche darauf, einen Jahrgang lang - wenn die Kinder im dritten Schuljahr sind - so zu tun, als würde man sich wechselseitig glauben, was man sagt.
    Dem ist nichts hinzuzufügen - vielleicht doch: Das befriedigende Gefühl. daß unsere Tochter uns mit 7 Jahren mitteilte, daß sie mit einem befreundeten Priester vereinbart hatte, jetzt schon zu kommunizieren. Den Eltern gab dies die Ruhe manch spätere Bastelkatechese zu ertragen!

    Glaubenswissen und -praxis

    Ein guter Mensch sein, kann man auch ohne Kreuzzeichen und Gebet. Christ dagegen ist man nur mit. (S.72). An vielen Beispielen - so über das Betreten von Kirchen in Hundebegleitung - führt der Autor aus, welche Begriffsverwirrung es um das Wortfeld Glaube. Moral und Gutsein gibt.

    Alles in allem stellt der Autor - durchaus unterhaltsam zu lesende - Fragen an den Glauben der Kirche und seine praktische Umsetzung.

    Interludium 2: Die Gegenperspektive

    Jetzt möchte ich  hier aber einmal den anderen Thomas zu Wort kommen lassen - mich und das als Beispiel für viele Leute, mit denen ich rede. Für Menschen die einfach - um einen eher diskreditierten Begriff zu benutzen - fromm sein wollen. Die in der Liturgie nicht bespaßt werden wollen, die keinen Erklärbär alla „Jetzt machen wir das, weil…“ brauchen. Die einfach mal Ihre Ruhe haben wollen, die - ich sage es noch einmal -  einfach mal Ihre Ruhe vor Gott haben wollen. Da ist die stoische Norddeutsche, da ist der volksfromme Bayer und da bin ich, der ironische und polternde Rheinländer. Wir alle wollen vor Gott stehen, einfach so.

    Und dann lieber Thomas kehrt sich Dein Buch vielleicht um. Ich bin 52 Jahre alt, aber ich habe wenige Pfarrer erlebt, die mich nicht belehren oder gar unterhalten wollten. Doch ich bin Musiker.  Ich weiß, wo ich Unterhaltung finden kann, wenn ich sie suche. In der Messe will ich sie nicht. Und jetzt liegt die Frage auf der Hand: Haben nicht (mittlerweile) Generationen von Pfarrern, Katechetinnen und Bischöfen diese Besucher?/Gläubigen?/Sakramentempfänger? herangezogen, die das Event suchen und die einfach nicht mehr wollen und wissen, weil sie es eben nicht erlebt haben, daß die Messe, die Liturgie und das Gebet aus dem regelmäßigen Vollzug leben. Wenn diese letzteren dann aber erleben, daß mit pathetischen Worten, Zusammenlegungen und Pastoralplänen alle zwei Jahre das Heil neu in die Welt, oder zumindest in die Stadt kommt, aber das Heil ein sehr Lautes ist und ihnen dann auch wieder neu und laut erklärt wird, dann gibt es für viele - gerade um den Glauben zu bewahren - nur noch die Emigration; die äußere - und da gibt es zwischen neuen geistigen Gemeinschaften und Piusbruderschaft, ja einige Möglichkeiten - oder die innere Emigration. Das heißt dann: ich gehe vielleicht noch zur Anbetung, oder zur Vesper und meide im Gegenzug „Familienmessen“ und die Erklärbären im Weiheamt!

    3. Die Lösung:

    Nach diesen kritischen Worten kommt das Überraschende: Die Lösung die Thomas Frings vorschwebt ist auch ungefähr das, was ich mir denke. Frings schreibt (S.79): Und was wäre, wenn es mehr Optionen gäbe als nur „ganz oder gar nicht“? Wir brauchen eine gestufte Nähe (S.73), oder volkstümlicher ausgedrückt: Die Situation in unseren Gemeinde könnte so angelegt sein, wie die Kleidung in der Übergangszeit: zwiebelförmig. Im innersten Kreis könnte da so etwas wie die altkirchliche Arkandiziplin stehen. Müssen wir das innerste unseres Feierns, müssen wir die Eucharistie vor aller Augen abhalten? Brauchen wir etwas wie eine Ikonostase? Aber es gibt eben auch den zweiten Kreis (und das sehe ich vielleicht ein wenig anders als Frings?) Ich will auch einmal aus relativer Ferne einer liturgischen Handlung beiwohnen. Ich will manchmal einfach nicht „nach vorne kommen“. Ich will eigentlich nie in einen Werktagskirchenraum zusammengepfercht werden. Und selbst ich als begeisterter Sänger, möchte manchmal nur zuhören.

    Es schließen sich dann verschiedene Ringe, oder besser Segmente, der Nähe und Ferne an. Ganz außen steht dann etwas, daß man praeliturgische Feiern genannt hat. Da gilt es dann mit Frings ehrliche Zeichen zu setzen. Dies kann geschehen, wenn ich in der underground- Kunstszene mit Heiligenbildchen arbeite, oder wenn man in Kirchen um den Raum auszuloten bewußt modale Jazzimprovisationen einsetzt, die sich übrigens gut mit Gregorianik und einer Komplet, weniger gut mit z.B. Bach und einer Messe vertragen.

    Lieber Leser, laß uns hier weiterdenken, weiterarbeiten und je nach dem weiterbeten. Das Buch von Thomas Frings kann manche Richtung weisen.

    Epilog:

    Thomas Frings trat 3. Oktober 2016 als Postulant in eine Benediktinerabtei in den Niederlanden ein. Ich bin seit dem 8. Oktober 2016  Oblate einer (anderen) Benediktinerabtei in den Niederlanden.

                                                                                                  Thomas Baumann

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    16.4.17

    Ostergelächter





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    Easter for One, oder: der 90ste Geburtstag







    Easter for One

    oder

    Der 90ste Geburtstag


    Bene: Archadmiral Degenhardt
    ErzJoJo: Must I?
    Bene: Just to please me
    ErzJoJo: Åmen.

    Bene: Mr Rahnerroy
    K.R.SJ: Die ungeheure schweigende Leere, die wir als Tod empfinden, ist in Wahrheit erfüllt vom dem Urgeheimnis, das wir Gott nennen, von seinem reinen Licht und seiner alles nehmenden und alles schenkenden Liebe, und wenn uns dann auch noch aus diesem weiselosen Geheimnis doch das Antlitz Jesu, des Gebenedeiten erscheint und uns anblickt, und diese Konkretheit die göttliche Überbietung all unserer wahren Annahme der Unbegreiflichkeit Gottes ist, dann, dann so ungefähr möchte ich nicht eigentlich beschreiben, was kommt…
    Bene: Schnauze!
    K.R.SJ: Ach ja - (stutzt) - Zum Wohlwesen, ähem -seien.

    Bene. Erzbischof Dybbart-Button
    Dyb.: Catholicism dong - dong -dong!


    Bene: And finaly my dear friend Uta
    Uta R.-H: You´re looking younger than ever, younger than ever

    Bene: (nachdenklich) Ach quatsch, die lebt ja noch…

    15.4.17

    Wortschätze


    aus dem Revier.

    Wer kennt es?

    Er: "Mach mich nich rammdöäsig""

    Sie: "Boah watt is datt ´n rotzigen!"


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    Karsamstag - Schlußspurt






    Und bevor jemand meckert, der Strauch ist natürlich noch ungeschmückt!



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