«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

C+M+B*2008

27.8.08

Für den Rheinländer wichtig:

Im 19. Jhdt fielen viele der Eigenriten einem falsch verstandenen Ultramontanismus zum Opfer. Auch der Kölner verschwand so praktisch!

Ein japanischer Ammi (oder so) veröffentlicht ihn.

So laßt uns hoffen, daß der Niederrhein ihn bald - von münsterschem Joche befreit - feiern möge!

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30.7.08

Im Kloster

Nachdem ich eine kurze Woche in der Abtei Mariawald/Eifel verbracht habe, hier nun endlich die Reflexionen!

Also wie es sich für einen Dilettanten gehört: wirr zur Sache!

Nun ich war schon öfter für einige Tage in Klöstern, z.B. in Gerleve oder Chevetogne - der eigentliche Unterschied ist, daß Mariawald in Zisterziensischer, genauer Trappistischer Tradition steht. Was heißt das? Auf den ersten Blick es ist ein Kloster, wie es sich der Spiegelleser vorstellt: Vor 4.00 Uhr aufstehen, kein Fleisch bei den Mahlzeiten etc. - doch sehen wir genauer hin:

Großer und rationaler Klosterbetrieb

Zum Trappistenbetrieb gehört Handarbeit. Sich nur auf Bildungshäuser, Forschung etc. zu beschränken ist nicht vorgesehen. (anders als in vielen großen Benediktinerabteien). Das führt dazu, daß die Klosterfläche sehr groß ist. Da das Kloster Forst- und Fleischwirtschaft betreibt, einen Likör braut, Kosmetik und Süßigkeiten vorstellt, ist die Fläche der Arbeitsgebäude im Verhältnis zur Zahl der Mönche deutlich größer als z.B. in Chevetogne - mit immerhin Doppelt so vielen Mönchen - oder als in Gerleve (mit der ca. vierfachen Zahl). Dazu kommt ein aus historischer Sicht witziger Punkt: Um das Kloster ist der Nationalpark Eifel, dieser wird gerade systematisch verwildern gelassen um die Einheimische Flora wiederzugewinnen. Wir haben also ein Bild wie im Mittelalter: Der Urwald ringsum - der rationale Klosterkomplex in der Mitte.

Konsequente Zeiteinteilung

Auffällig ist die Zeiteinteilung: Während in den meisten Konventen Gebetszeiten zusammengefaßt werden, zumindest gerne Vigilien und Laudes (Chevetogne geht da - allerdings unter ostkirchlichem Einfluß - zum Teil noch viel weiter), finden in Mariawald die Gebete nicht nur alle statt, sondern auch alle möglichst an ihrer Zeit. Da ist dann halt zwischen Vigil und den Laudes zwei Stunden Pause und so beträgt die längstmögliche zusammenhängende Arbeitszeit für Mönche dann höchstens drei Stunden und aufgrund der relativ vollständigen Chorpräsenz ist auch nicht mit protestantisierenden Arbeitsexzessen zu rechnen.

"karge", marianische Liturgie

Für Liturgieästheten ist der zisterziensisch Weg zuerst einmal eine leichte Enttäuschung: die Kirche karg, kein Turm nur ein Dachreiter (alles durch die Regel vorgeschrieben), die Liturgiesprache fast vollständig deutsch (außer bei den Chorälen der Messe -> nächster Punkt), aber dann entdeckt man doch auch die Reize und sagen wir Konsequenzen: Im Chor gibt es keine Kniebänke, d.h. Knien ist halt so bequem oder unbequem, wie es an sich ist. Die Glockensignale werden mit Seilen aus der Kirche gegeben; wie schwer muß es sein vor den Sonntagsnachmittagswanderern Pathos und Theatralik zu verhindern? Und die Kargheit führt augenscheinlich zu einer gewissen Unbekümmertheit, z.B. anderswo aufgebauschte Fragen wie Hand- oder Mundkommunion, im Stehen oder Knien, spielen keine Rolle: Alles kommt im Konvent und in der kleinen Restgemeinde vor.
Eine weitere Folge der Kargheit ist wohl die Stille, oder volkstümlich ausgedrückt: Die Jungens haben die Ruhe weg! So dauert die Werktagsmesse ohne Predigt und viel Gesang locker eine Dreiviertelstunde. Die Vigilien - ohne Laudes (!), dafür mit zwanzig Minuten Stille nach der ersten Lesung fünf Viertelstunden.
Die Kargheit ist dann sofort vorbei, wenn es um die Gottesmutter geht: Die marianischen Versikel und Antiphonen sind auf Latein und nach der Komplet ist ist das salve regina natürlich jeden Tag in der Zisterziensischen Langform! Gewöhnungsbedürftig ist der Beginn der Horen: Vor Herr öffne meine Lippen, Kreuzzeichen o.ä. steht grundsätzlich ein Mariengruß!


Zisterzienserchoral

Er enthält einige Archaismen und Besonderheiten über die ich hier nicht viel schreiben will, eins fällt aber ins Auge: Die Strenge mit der Melismen besonder am Schluß vermieden werden. Ein Beispiel
so gregorianisch. Im OCist-choral endet das ganze mit einem (!) Ton auf dem letzten -num. Das ganze anschließende Melisma entfällt!
Wer sich hörtechnisch informieren will, muß wohl das hier erwerben.

Klöstergemeinschaft

Ein letzter Punkt: Während die alten Benediktiner Klöster selbstständig sind, sind die Trappisten doch stärker gemeinschaftlich organisiert. Woran sieht man das? Nun am Klosterladen, der anders und gegen die oft esoterische Klosterladenwelle, nahezu ausschließlich Trappistenprodukte verkauft und die relativ preiswert. Dasselbe gilt auch für die Klostergaststätte, doch der Abschluß soll den Mitbringseln dienen....
Voila:

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12.7.08

Wenn ich hier schon im Internetzkaffee sitze, um des Maxistranten Beitrag zu lesen, kann ich auch gleich auf einen
3 sat/Kulturzeitbeitrag über die Gregorianik aus Heiligenkreuz
hinweisen:

HIER

Und aus derselben Sendung ein Interview mit Prof Klöckner Essen.

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10.6.08

Kathedralenwelt

Photogalerie zur Kathedralkunst.

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30.3.08

Manche Bilder veröffentlicht der Dudelsackspieler einfach mal zweckfreiAus dem Chorgestühl von Coimbra

Und wie Scipio schon angedeutet hat, bald auf diesem Kanal:
Romantisches Frankfurt - Abenteuer Rhein-Main

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17.3.08

Palmsonntag

Leider nicht ganz scharfer Palmesel aus Straßburg!


Und die Gemeinde St. Pankratius im bergischen Odenthal hat jetzt einen neuen Esel:

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12.3.08

St. Ursula/ Köln

Jetzt da der Computer wieder lebt, ein paar Bilder, die im Rahmen der erwähnten liturgischen Tagung entstanden.

Blick von der Empore der Stiftsdamen:
Reliquiennische in der Wand:
Die unterschreitbaren Schreine von Ursula und ihrem Verlobten Aetherius hinter dem Hochaltar!

Der romanische Schrein des Hl. Aetherius (Ursula ruht neugothisch)
Weitere Bilder, die in diesem Rahmen entstanden, hier, hier und hier.

Und die schönste Ursulaseite hier.

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28.2.08

Da das Maxistrant und ich am Wochenendewechsel da und da sind (sehen wir uns?), hier schon mal ein Vorblick auf den
Rosensonntag.

Rosensonntag? O.k. Laetare ist klar, aber....?

Seit dem 11. Jhdt. verleihen die Päpste "Goldene Rosen". Diese waren aus Gold (gerne auch mit Edelsteinen) gefertigt und mit Duftstoffen versehen. (Die älteste erhaltene gibt´s übrigens im Musee de Cluny zu Paris - siehe rechts). Urspünglich gingen Sie an Männer, später auch, dann nur an Frauen und seit einiger Zeit an Wallfahrtsorte bzw. wohl eher an die Gnadenbilder - mithin an die Gottesmutter

Die letzte verliehen Rose ging letztes Jahr an Mariazell.

Zu fragen ist jetzt natürlich wie und ob die Paramentenfarbe Rosa an Laetare damit zusammenhängt?

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19.2.08

Bestiarium medievalis!

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14.2.08

Und dann war er weg und Trauer hob an.
Doch nun ist er wieder da:

The roving medievalist!

Und neben wunderbaren Bildern (die in den paar Monaten auch schon wieder die Tausendergrenze überschritten haben!) hat er auch diese nette Selbstdarstellung des Ex-Bloggers (möge der Herr uns bewahren!).

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17.1.08

musica medievalis


Doch noch ein ganzes Graduale gefunden (1961 pdf)!

Und die Cantigas di Santa Maria!!

Alles über diese herrliche Seite!!!

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12.12.07

Manchmal muß man auch mal widersprechen.

Heute feiern wir das Fest der Muttergottes von Guadalupe

Dem Musiker fälllt zweierlei ein:

Riu riu chiu, la guarda ribera;
Dios guardo el lobo de nuestra cordera,
Dios guardo el lobo de neustra corder
a.

Und vor allem das!

Hinweisen sollte man auch auf das spanische Original!


Ein Bildchen folgt beim Maxistrant.

Bedenkliches hier.

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5.12.07

Missa medievalis


Meine alte Alma Mater hat was neues Altes ins Netz gestellt:

Der Ablauf der mittelalterlichen Messe in Bilder der Zeit.

Von einem Meßablauf kann man sich durch Darstellungen und Texte zwischen dem 9. und dem 16. Jhdt. klicken.

Natürlich tobt auch oft die ecclesiastical correctnesn; vieles ist/sei späterer Einschub also (igitt) böse, aber what shalls - viel Material!

Ach ja, ein liturgisches Glossar gibt´s auch noch.

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22.11.07

Schweine im WeltallElsaß
Nach einem anregenden Disput mit Ortelius will ich ihm schweinetechnisch zuvor kommen und so präsentiere ich - allesamt in Colmar aufgenommen -
(1) Schweine von M. Schongauer:
(2) Das Hausschwein der Dilettantenfamilie:
(3.) Ein Vielleichtschwein:

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6.11.07

Schöne spätgothische Bischöfe



finden sich hier.

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20.10.07

Wie der Liebhaber der Gothik sich Städte vorstellt!

via

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1.10.07

Reise ins Mittelalter (2)

Blogger wollte nicht alle Bilder, also geht´s hier weiter:

Und dann das neue Museum der Erzdiözese: Kolumba!

Beieindruckend vor allem Zumthors Architektur,
aber auch das mittelalterliche Grundkonzept: Ein Lochner - ein Reishaufen; ein Aquamanile - eine Kaffeekanne. Letzendlich fehlte vor allem das Horn eines Einhorns.

Ein nettes Reliquiar beim Maxistrant.

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29.9.07

Eine Reise ins Mittelalter

Wir waren in Köln und es war Domwallfahrt.

Wie in der großen Zeit unserer Kirche betrat man den Dom durch´s Südportal und ging dann zum Dreikönigsschrein und unter ihm hindurch.
Also sind die ersten drei Bilder (Schrein mit Myriaden von Kerzen und Bild von der Unterwandlung) die wichtigen; andererseits: wenn man schon mal scharfe Bilder hat, dann auch die:




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15.9.07

Kolumba eröffnet

Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln öffnet heute neu und am neuen Ort.

Zur leider nicht nur mäßig informativen sondern auch optisch depressiven homepage geht´s hier. Auf der allerdings obiges lustiges Bild: Wir ziehen um!

Kleine Ergänzungen am 17.9.:
Die umstrittene Rede des Kardinals zur Eröffnung(pdf), für alle die nicht aus zweiter Hand lesen wollen.
Bildergalerie auf der Seite des Erzbistums.

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11.9.07

Eine wichtige Musikalische Neuigkeit

und nun durch Scipios Vermittlung

zwei!

Und wär´s lieber schriftlich hat:

IX. Tag der abendländischen Musik
am Festtag der heiligen Ewald & Ewald

zu Dinslaken am Mittwoch, den 3. Oktober 2007
in Kirche und Pfarrheim St. Jakobus

PROGRAMM

9.30Hl. Messe mit gregorianischem Choral
anschl.Andudeln vor der Kirche
11.00Dr. Wilfried Haßelberg-Weyandt (Hamburg)
Vortrag: Die Liturgie als schöne Kunst betrachtet
12.30Sext
12.45Mittagessen
ab 13.30Präsentationen, Kinderprogramm etc.
14.30Bettina Schack, M.A. (Musikwissenschaftlerin/Dinslaken)
Vortrag: Lieder der Troubadours
15.30Thomas Baumann u.a.
Workshop: Mittelalterliches Singen für Anfänger
18.00Vesper

Weitere Infos gerne bei mir!

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