«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

C+M+B*2008

17.6.08

Gojmnaches

Seit einer Stunde fahren sie jetzt hupend bei mir vorbei (gestern schon die anderen!), was ist das?

Gojmnaches!

sie erfreuen sich am Erklimmen der Eiger-Nordwand oder, in Golf- Dress verkleidet, am mühseligen und zeitraubenden Hineinstoßen eines Bällchens auf einer Wiese in ein bestimmtes Loch. Unnachvollziehbare Befriedigungen, unverständliche Freuden. Jiddisch: Gojim Naches

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Kleine Ergänzung: Nennt mich nicht "wir"!

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22.4.08

Is' ja immer noch Pässach
(zumindest Moed Qatan) also nehmt das:


p.s.: Wann das Schaf diesmal hätte rauchen können (so mit Pässach und Schabbat), will ich garnicht klären müssen!

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21.4.08

Geschenke für den Papst

Am letzten Freitag erhielt der Papst in New York am Rande eines Interreligiösen Treffens Geschenke von Vertretern verschiedener Religionen. Im Anschluß an Pressedarstellungen hier zwei Anmerkungen.

Der Siebenarmige Leuchter

Der Papst erhielt einen achtarmigen Leuchter. Acht? Ja, acht! Natürlich ist der siebenarmige Leuchter ein Symbol des Judentums, eine Verwendung im Kult gibt´s aber nicht. Im Judentum wird (neben dem Paar Sabbathkerzen) eben nur der achtarmige Leuchter kultisch verwandt und zwar an Hanukka (weswegen er Hanukkia heißt; Menora heißt einfach Leuchter) . Was dann durch die Presse ging (a la: acht statt sieben wegen des Holokaust u.ä.) ist Tinnef.

Der Koran auf links

Mir fiel am Fernseher auf, daß das Mädchen den Koran falschrum überreichte, also wie ein Buch, das von links nach rechts geschrieben ist und Benedikt es auch so aufschlug. Nun muß ein Papst kein arabisch können, aber eine Moslemorganisation sollte wissen, wierum man den Koran liest.

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19.4.08

Ach ja, by the way:

ma nischtana hal-lajla haz-zäh mi kol hal-lelot?

p.s.: Ich hätte es ja auch lieber schöner in hebräischen Buchstaben geschrieben - sed dilettantus sum ac in dilettantia manebo!

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7.4.08

Und noch ein paar Bilder aus Frankfurt:Für die Höhenängstler:
Das Grab/Epitaph von Job Ludolf an der Katharinenkirche - Ein Weihrauchkörnchen für den Begründer der deutschen Äthiopistik!
Ich benutze heute noch den Nachfolger dieses Rödelheimer Siddurs - Und ist die Schreibung von Rödelheim mit hebr. Buchstaben nicht allerliebst?

Und was gab´s noch?
Das da:

Und rosa Retsina - der erste in meinem Leben!
Andererseits: Als ich in Sachsenhausen lebte (Mitte der 80er), da öffneten die Äpfelweinkneipen von 11 bis 11 (aber eben auch nicht später), mittlerweile bekommt man wohl nach 23.00 Uhr sicher noch eine Caipirinha, aber die gewachsene Apfelweinkultur scheint den Bach runter zu gehen - wie mir auch Wirte und Personal erzählten.
Schade!

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24.1.08

Ich mag Broder:

Der Fortbestand des Judentums wird durch die Juden garantiert, die unkoscher essen, am Samstag Auto fahren und lieber ins Kino als in die Synagoge gehen.(...)

Das Judentum wird durch das Warten auf den Messias zusammengehalten. Seine Ankunft wäre das Ende – nicht des Wartens, sondern des Judentums. Nur wenn der Messias nicht kommt, bleibt das Judentum bestehen. Und dafür, dass er nicht kommt, sorgen die Juden, die keine Gebote einhalten. Sie sind die wirklichen Stützen des Judentums, die Garantien für seinen Fortbestand.



von hier

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9.1.08

Jüdische Blogs, die ich lese:

Mittendrin (Jüdisches Leben in Deutschland)
Leben in Jerusalem (Miriam Woelke 1)
Hamantaschen - Orthodoxes Judentum in Jerusalem (Miriam Woelke 2)
The chosen blog: Eigentlich ein We(r)b(e)log, aber mit herrlich viel Trasch!

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Und nun was ganz besondergeheimes:

Hier die Outtakes vom letzten Bin-Laden-Video








via: Jewtube.com

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27.12.07

Und noch was Weihnachtlichdarwinistisches
Kannte ich schon, hab ich auch irgendwo in einem der großen Haufen, aber jetzt hab ich´s hier gefunden.

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26.11.07

Ich will gehn, wo die Katschke geht
and I wanna draj like a Katschke dreht!





Miriam Woelke beantwortet Fragen zum
Orthodoxen Judentum

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19.11.07

Henryk. M. Broder zum Nazometer:

"Schmidt & Pocher waren vollkommen eindeutig. Sie haben nicht über die ermordeten Großeltern von Dieter Graumann gelästert, nicht den Massenmord vergagt oder die NS-Opfer verhöhnt, sie haben sich über den ritualisierten, verlogenen und wohlfeilen Umgang mit dem lustig gemacht, was vom Dritten Reich übrig geblieben ist: das inszenierte Entsetzen.

Um sich als Nazi-Gegner zu outen, genügt es schon, bei der Erwähnung des Wortes "Autobahn" kurz zu hyperventilieren. Solche Reaktionen sind nicht nur absurd, sie sind auch komisch. Und sie verdienen es, auf die Spitze getrieben zu werden. Genau das haben Schmidt & Pocher getan. Im Übrigen gehört es zum Wesen guter Witze, dass sie meistens geschmacklos sind. Das unterscheidet sie von den keimfreien Reden, die zur Woche der Brüderlichkeit gehalten werden.

Sechzig Jahre nach dem Ende des NS-Projekts sollte es allmählich möglich sein, sich über das braune Pack lustig zu machen, statt immer wieder "den Anfängen" zu wehren."

Das ganze hier!

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5.11.07

Ich war gestern zu einem Auftritt auf dem Hubertusmarkt in

Issum.

Es ist spannend, wieviele Orte am linken Niedrrhein man nicht kennt; was natürlich auch daran liegt, daß man dafür praktisch dann doch ein Auto braucht.
Gut ich muß zugeben, daß der Ort durch ein relativ ungenießbares Gerstenprodukt über die engeren Grenzen hinaus bekannt ist. (vgl. auch)

Aber es gibt eine schicke Windmühle, frisch renoviert!

Und - und das ist spannend: Eine Dorfsynagoge.

Das Bild zeigt den Betraum fast vollständig - schon ein Minjan unterzubringen kann nicht einfach gewesen sein. Auf der Frauenempore gibt es exakt 6 Plätze. Die Schule und die darüber liegende Lehrerwohnung haben jewiels die größe meiner Küche. Auf der anderen Seite gibt es im Keller sogar eine (ebenfalls winzige) Mikwe.
Großsynagogen hat man schon oft gesehen, aber so eine Dorfsynagoge - einmalig.

Infos zur Synagoge

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31.10.07

Vorabend von Allerheiligen!

Und jetzt sag keiner: "Is´ aber noch Morgen" - Abend für Vortag ist im Deutschen ("Heiligabend") wie im Rheinischen ("Fastelavond") bekannt und auch der Jude sagt "Erev Schabbat" zum Freitag.

Nach dieser Vorbemerkung der Einstiegskalauer:

Was sagt der Amerikaner, der Ende Oktober in Österreich aus dem Flugzeug steigt? - Hello Wien!

Und da haben wer et:
Ein Teil der Diskussion lief schon im Netz. Ich feiere Halloween nicht. Nicht deswegen weil ich es für irgendwie unchristlich halte (Vgl. dazu bei Thomas - übrigens auch nicht für spezifisch christentümlich, dazu hier), sondern weil ich jede Form der marktvermittelten Sinnlichkeit hasse (O Manen der Frankfurter Schule!). Mag das Fest in Amika volkstümlich sein - man weisset nich genau - hier ist es Kommerz (Vom Horrorfilm zur Kürbislaterne!).

Und es verdrängt Gewachsenes: Kinder die an Halloween Heischegänge unternehmen (Früher sagte man hier: "Singen gehen"), tun das nicht mehr am St. Martinsabend!

Also wie feiert der niederrheinische Dilletant? Am Abend des Vorabends ißt man Spekkelaaz (Spekulatius) auf Schwarzbrot mit (wichtig und in einem Wort!) GanzdickButter. Ich hab das immer für ein Spezifikum der Dilettantenfamilie gehalten, aber dann fand ich es bei H.D. Hüsch und ein Freund aus Meiderich erzählte es mir - is´also wohl niederrheinisch alt - haben mithin schon die Römer eingeführt!

Dann geht´s morgen in die Messe und nachmittag auf den Friedhof Omma und Oppa besuchen und die kriegen dann Lichtkes und die Osterkerze vom letzten Jahr und ein bisken Weihrauch wird wohl auch verfackelt. Aber das ganze bitte nicht depressiv alla Volkstrauertag, sondern fröhlich hoffnungsvoll - is´ schließlich Hochfest; Farbe weiß nicht schwarz.

Ach ja zum Schluß: Der Dilettant hat eine eigene Festkrawatte - golden, mit vielen romanischen Bögen und in jedem Bogen ein Heiliger! Schön, nich?

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30.10.07

Immer wenn man wieder eine neue amerikanische Freikirche entdeckt, fühlt man sich ein wenig an Monty Python erinnert. Welche Befreiungsfront sind wir gleich?

Wie gut, daß es wenigstens für das orthodoxe Judentum einen Who-is-who gibt.

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16.10.07

Ich werde mir untreu, oder:

Doch noch was zu Eva Herman

Eine Notiz zu einem Beitrag im Log "mittendrin - ein jüdischer Alltag in Deutschland"


Liebe Anna!

Eigentlich wollte ich mich im Kommentarteil für Deinen Text bedanken, aber da Du ihn - wohl aus verständlichen Gründen - vor weiteren Beiträgen geschützt hast, tue ich es hier. Nicht nur inhaltlich (und ich erlaube mir gleich ein langes Zitat, da ich nicht wußte, wo kürzen!), sondern auch sprachlich beeindruckend. Ich hab mich an die alte SemiTimes erinnert gefühlt.

Grüße

Thomas


Und jetzt der Ausschnitt (das ganze hier!)

Neben den Alt-Emanzen aus den siebziger Jahren sind es heutzutage vor allem die Redakteurinnen und Moderatorinnen in sämtlichen Medien, die das Thema „Emanzipation” fest im Griff halten und jede andere Meinung sofort totreden oder -schreiben. Jahrzehntelang hat sie dabei auch niemand ernsthaft gestört. Eva Herman ist seit langer Zeit die erste prominente Frau, die an den Grundfesten der allmächtigen Frauenbewegung rüttelt und sich noch nicht einmal mundtot machen lässt. Und dabei haben sich die Frauenbewegten aus den Medien alle Mühe gegeben: Nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches hat man ihre Ideen verhöhnt und lächerlich gemacht anstatt sich sachlich damit auseinanderzusetzen. Da Eva Herman davon aber offensichtlich unbeeindruckt geblieben ist und sogar noch ein zweites Buch hinterhergeschoben hat, hat man, wie man es in Deutschland gern mit unliebsamen Gegnern macht, bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Nazi-Keule geschwungen und versucht, sie in die rechte Ecke zu drängen. Und als sie sich auch dann noch nicht artig zurückgezogen hat, hat Johannes B. Kerner erst eine Dreiviertelstunde lang in inquisitorischer Manier ein Eingeständnis aus ihr herauszupressen versucht, nur um sie dann, unter dem Druck einer entrüsteten Margarethe Schreinemakers und einer thematisch unvorbereiteten Senta Berger vor laufender Kamera aus seiner Sendung auszuschließen. Das ist wahrscheinlich vorerst der Höhepunkt in diesem traurigen Lehrstück der Medien, wie man einen Menschen systematisch fertig macht. Bloßgestellt haben die beteiligten Meinungsmacher allerdings nicht Eva Herman, sondern allein sich selbst. Dass die Thesen von Eva Herman fast nirgendwo sachlich diskutiert worden sind und dass ihr sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung entzogen wird, zeigt, wie überfordert unsere Gesellschaft Eva Herman und ihren Ideen gegenübersteht. Da hat die 68er-Bewegung mit typisch deutscher Gründlichkeit wirklich ganze Arbeit geleistet.

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26.9.07

Rocking Alephbeth

Nach dem eher etwas biederen Hinweis aus vergangenen Tagen nun dies:

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13.9.07



Rosch hasch-Schana

Schönes Neues!

p.s.: Wie ich hier erfahre, ist heute auch der Tag der Bindung/"Opferung" Isaaks.
p.s.s.: Wenn ich mich recht erinnere, ist heute auch der Weihetag der Grabeskirche/Anastasia zu Jerusalem.
Zwei interessante Postscripta am Vigiltag der Erneuerung der Alten Messe!

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12.9.07

Endlich gefunden:

Der Talmud im Netz

und nach erstem Ansehen wohl vollständig!

"klasse, klasse, klasse" *freu*

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30.8.07

Mit einem schönen Witz, an dem man ein wenig knobeln kann, verabschiede ich mich für ein paar Tage nach Agen/Gascogne um dieses Festival zu beglücken.

The Jewish Knight

A Jewish doctor makes a great medical discovery for which the Queen has decided to grant him knighthood. At the ceremony, as she touches his shoulders with the sword, he is supposed to recite an ancient Celtic blessing.

However, for all his medical genius, the doctor cannot seem to memorize the required Celtic words. On the day of his investiture, the nervous doctor waits his turn as several others are being knighted before him. As he listens to one after another correctly recite the Celtic blessing, he grows more and more nervous.

Finally, when he kneels before the Queen of England and she taps his shoulders with the sword, the good doctor completely forgets the Celtic words, and substitutes the first foreign words that pop into his head: "Ma Nishtahnah Ha Lailah Ha Zeh."

The Queen, clearly confused, looked to the gathered crowd, and says, "Why is this Knight different from all the other Knights?"

Das ganze von der lesenswerten Seite Hebrew for Christians!

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28.6.07

Aus der herrlichen Welt des Jüdischen Kitsches


Wie wär´s mit einer Spiderman-Kippa ?

Oder das Modell für den Sportsfreund:


Die chassidische Puppenfamilie:

Und mein Favourit:

Alle zehn Plagen Ägyptens als Fingerpuppen

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