«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2021*

    10.10.20

    Erinnerung mit Grauen

     

    Ein Internetzfreund erinnert an den Regenbogenfisch.

    Nicht ganz die Zeit meiner Tochter, aber bis sich so ein Buch vom dummen Esoteriker, über die dumme Sozialpädagogin zum dummen Kaplan bewegt hat, ist das Kind ja raus aus der Szene.

    Aber dann kamen sie eine nach der anderen hervor, die Gestalten des Grauens aus Kindergarten und "Familiengottesdienst". (Letzterer hieß schon so; in meiner Jugend hieß es noch "Kindermesse", während die Protestanten "Kindergottesdienste" feierten hielten.)

    Wer hat uns da nicht alles gequält?

    Frederick die Maus, die statt Körner Farben für den Winter sammelte. (Im Ruhrgebiet gibt es da das schöne halbhebräische Wort "Lauschepper").

    Da traten sie wieder ins Rampenlicht. Die Kleinen Menschen von Swabedoo (sprich Swabéhdoh nicht Swabidúh), die sich permanent Fellchen aus kleinen Beuteln, die sie immer bei sich trugen, schenkten. Ja, die Hygienevorstellungen waren um die Jahrtausendwende andere.

    Oder Swimmy - der kleine schwarze Fisch -, der mit andersfarbigen Fischen, die er in Marschformationen zu einem Horrorfisch anordnete, andere größere Fische vertrieb.

    Mit alledem wurden wir in Familienmessen belästigt. Moralinsaurer Kram der Kategorie "Wir haben uns alle lieb", oder eher "wir MÜSSEN uns alle lieb haben". 

    Lustiges Detail: Als ich Swimmy suchmaschinte entdeckte ich ihn - natürlich (!) - auf der Seite einer katholischen Kirchengemeinde. 

    Es hat also noch kein Ende. Die deutsche Katechese des Grauens geht weiter.

    Kein persönlich versöhnlicher Schluß? Ach sehen wir es einfach mal positiv: Wie tol(l)erant waren wir doch damals!

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    11.5.19

    Kusselkopp


    Kennt Ihr das noch? 
    Ausgesprochen mit doppeltem weichen s.
    Statt dieses "Purzelbaum", das immer den Beiklang von pädagogischem Mädchenbuch hatte.

    Dazu die Ableitung:
    Kusselkoppwein

    Hach

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    6.11.18

    Worte der Sechziger im Revier


    Ascheeimer (viersibig!)

    Klüngelskerl

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    26.9.18

    Waschküche

    Wir unterhielten uns gerade über dies herrliche Wort.
    Ist das jetzt aber im strengen Sinne ein aussterbendes Wort?
    Einerseits gibt es das benannte Phänomen ja praktisch nicht mehr, seit sich die Waschmaschine durchgesetzt hat. Andererseits ist es als Metapher unaufgebbar zumindest bei Wetterlagen "wie in der Waschküche"

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    2.4.18

    Tippchen


    Oder Tippken

    Und wie schreibt man es? Etwa nur mit einem p?

    Nennt ihr Küken noch so oder haben wir ein österlich aussterbendes (◄Paradoxon) Wort vor uns.

    Wo Sie gerade sagen Ostern: Frohes Fest!

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    15.4.17

    Wortschätze


    aus dem Revier.

    Wer kennt es?

    Er: "Mach mich nich rammdöäsig""

    Sie: "Boah watt is datt ´n rotzigen!"


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    25.1.17

    Nietenbuxe


    Kennt eugentlich jemand noch obiges alte Wort für Jeans?

    Oder daß man (zumindest im Revier) mal Manchester für Cord sagte?

    Und weiß jemand, daß Keiler im Mittelalter eben solche Hosen trugen?




    (HT)


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    23.6.15

    "Spülstein"


    Wo in den Landen deutscher Zunge kennt man dies Wort noch....

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    16.1.14

    Von erbaulichen Beerdigungen und dem Trost des Luthertums



    Gestern war ich auf der Beerdigung eines entfernten Verwandten.


    Heute fand ich den Text von David Eagle, einem - ja was eigentlich? Freund kann man bei wenigen Treffen eigentlich nicht sagen; Kumpel geht im Revier nicht; also was heißt das denn auf deutsch - "Buddy" von mir und Mitmusiker:

    I often find funerals to be more spiritually enlightening and more uplifting experiences than weddings.

    Lest, was David schreibt und freut Euch dran.

    Was aber war nun meine funerale Erbauung

    Ich gebe zu evangelische Beerdigungen  liegen mir nicht - wobei ich noch nie auf einer richtig freikirchlichen war. Irgendwie habe ich immer den Verdacht, der Sinn des Getanen ist allen beteiligten nicht ganz klar, was ja vielleicht wiederum der Sinnlosigkeit des Todes ganz gut entspricht!

    So lutherisch geprägt ist man, daß man für den Toten nicht beten darf. Aber dann; selbst bei der Annahme, daß der eine oder andere an ein ewiges Leben glaubt, liegt doch so ein bürgerlicher Firniss über der Veranstaltung, daß mehr von Konzepten wie "Weiterleben in unseren Erinnerungen" oder "irgendwo bleibt irgendwas" die Rede ist. Die Ansprache der Pfarrerin jedenfalls war im theologischen Teil orthodox - orthodox buddhistisch. Dann dieser zweite Teil - ich habe nie verstanden, worin der Wert besteht den Hinterbliebenen zu sagen, wie gut der Tote war; meist wissen oder glauben sie´s, oder es stimmt an sich eben nicht. Nun meine Frau hält mich für gefühllos und vieleicht hat sie recht! Sie meint, diese Erinnerung können Trost spenden.

    Worin aber bestand denn nun mein Trost:

    Nun zwischen all den Reden, Textbausteinen und Psalmen in moderner Nachdichtung blitzte an einer Stelle die Wahrheit und das Heil durch. "Die Güte des Herrn währt ewiglich" - EWIGLICH! Ein einziges großes Wort schenkt Erbauung und Trost in Grau und Langeweile.

    Und so muß denn nun meine Frage kommen: Ihr Übersetzer und Ökumeniker: Was laßt Ihr die Perlen des Luthertums am Wegesrand liegen und schafft ökumenische Texte der uninteressanten Langeweile?

    Die Zweite Frage würde Euch ein deutscher Chesterton stellen: Glaubt Ihr nicht tief in Eurem Herzen auch, daß "ewiglich" länger dauert als "ewig"?

    Mein Gott, ich frag ja nur...

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    2.9.13

    Aussterbende Worte


    In unserer Reihe wurde das Austerben von Worten ja bisher bedauert;
    Im letzten Beitrag aber erstmals gefeiert.
    Und hier wollen wir nun mal hoffnungsfroh sein:
    Möge das Wort "Röstaromen" baldigst aussterben.

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    Des Rätsels Lösung


    Homer Simpsons Sohn heißt?
    Richtig Bart!
    24. 8.: Fest des Apostels Bartholomäus.
    31.8.: Dessen Oktavtag



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    Rubrizistische Anmerkung:
    Es wurde mündlich, genauer (um ein zurecht fast ausgestorbenes Wort zu gebrauchen) fernmündlich angemerkt, daß es keine Bartholomäus-Oktav gebe. Dazu ist anzumerken, daß wir hier dem ordo Springfildensis zu folgen haben.

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    18.6.13

    "Badeanstalt"


    Und wieder ein neues aussterbendes Wort

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    30.4.13

    Wo die Straßenbahnen flüchten


    Eine weitere Entdeckung; diesmal aus der Stadt der Verkehrskadetten, deren Name - also der der Stadt, nicht der der Kadetten - nicht genannt werden darf.


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    10.1.13

    "Dauerlutscher"

    sei das erste aussterbende Wort im neuen Jahr!

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    16.12.12

    Rettet Renzo!


    Wie berichtet (klingt ja fast nach Lokalpresse) - ist ein Teil meiner Heimatinnenstadt ("innen" jetzt nicht genderkorrekt sondern als Gegenteil von "außen") eine Großbaustelle. Folge: Vielen alteingesessenen Geschäften bricht die Laufkundschaft weg. Extrem ist dies zum Beispiel für die Eisdiele "Dolomiti" - immerhin seit 41 Jahren in Dinslaken - die gerade quasi hinter Gittern eingesperrt ist. In einer Solidaritätsaktion teilten wir die Gitter.







    Nachtrag:
    Hier, auf diesem Blog gab es doch noch die Kategorie "aussterbende Worte" und da fällt mir gerade ein: Ganz früher hieß so ein Etablisment nicht "Eisdiele" sondern "Eissalon(g)"


    Weitere Bilder hier!

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    21.8.11

    In meiner Heimatstadt ist "Nostalgiekirmes" - eigentlich denkbar uninteressant, aber da war wieder so ein Wort im Aussterbeprozeß:
    Das herrlich absurde:

    Autoselbstfahrer

    Wer´s nicht kennt: (Auto)Scooter!

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    1.6.10

    "Sanftlebend Fleisch"

    So Elsa:

    Dein Spamfilter nervt -ergo hier mein Kommentar:

    Sollst Du lernen, was Du verpaßt hast:

    sanft lebend Fleisch

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    6.3.09

    Und noch ein paar aussterbende Worte:

    "Spülstein" statt Waschbecken

    "Aschentonne" statt Mülltonne.

    Stellt sich die Frage, was aussterbende Wörter sind. Wenn ein Schüler mir sagt: "Spülstein" ist doch ganz normal; das hat mein Opa immer gesagt! , dann stirbt ein Wort wohl gerade aus.

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    16.11.08

    Wenn ich Sonntags nach der Messe beim Frühschoppen bin und interessiert bis gelangweilt (oft auch beides gleichzeitig) den Gesprächen an der Theke lausche, dann spielt Fußball eine große Rolle und da gibt es dann einen Verein namens Schalke. Mehr kann ich jetzt in einem fußballfreien Blog nicht sagen, aber Bild und Link können Euch vielleicht weiterhelfen.

    Nachtrag: Scheint es Euch auch so, daß das Wort "Frühschoppen" ausstirbt, zumindest fragt mich neulich ein Jugendlicher (Gymnasiast!): Du redest immer vom Frühshoppen - wo kann man denn sonntags morgens einkaufen?

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    3.6.08

    Wir haben bald Schützenfest.
    Eine Tatsache, die an sich ebenso uninteressant ist wie, daß im Alpenraum in Bälde in Bälle getreten wird, oder daß in China ein Sack Reis umfällt.

    Aber auf dem Plakat stand ein lange, lange nicht mehr gehörtes Wort:

    Kinderbelustigung

    Und ich beginne jetzt hier eine

    Kleine Sammlung aussterbender Wörter.


    Ohne Trauer und ohne Anspruch seien sie genannt, und wenn es sich bezüglich der Wörter in Norddeutschland oder Sachsen anders verhält, dann kommentiert Ihr brav. Auch für Ergänzungen bin ich dankbar. Ach ja da ist gleich eine - Ein Kabarettist (war´s Rogler?) nannte: Büchsenmilch!

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