Eine Gemeinde im Ausnahmezustand
Bei uns grassiert die Corpuschristianitis:
Zum ersten Mal seit Jahren gibt´s eine Fronleichnamsprozession - und keiner weiß so richtig, ob und was genau passiert.
Gut das mit dem Wetter ist ja einfach hinzukriegen - aber der Rest:
Laufen 10 Leute mit oder 400?
Erst hatten wir keinen Baldachin jetzt auf einmal zwei!
Wie lang dauern eigentlich anderthalb Kilometer im Prozessionstempo?
Die Musiker üben - die Ministranten üben - die Segensstation wird gebaut - ach ja der Liedzettel!
Wie wechselt man eigentlich Weihrauchkohlen? (Für zwei Stunden reichen die ja nicht!)
Also das ganze gaudium primae diei!
Ja nächstes Jahr, da haben wir Routine - und zwar kiloweise - aber jetzt, dä!
Man stellt natürlich betroffen fest: Eine Tradition/Veranstaltung ist mit einem Federstrich abgeschafft, und wieviele Mühen macht dann der Wiederanfang!
Aber ganz tief im Inneren (und ich schreib jetzt klein): Hätten die das damals nicht abgeschafft, hätten wir heute sicher weniger Spaß und Vorfreude!
Thomas sein Abendland
Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein
Beitragende
6.6.07

OREMUS PRO PONTEFICE NOSTRO BENEDICTO,
DOMINUS CONSERVET EUM,
ET VIVIFICET EUM,
ET BEATUM FACIAT EUM IN TERRA,
ET NON TRADAT EUM IN ANIMAM INIMICORUM EIUS.






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