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Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

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    16.3.07

    Eucharistieverständnis älterer Priester

    (Nicht nur der große Vorsitzende und der Verfasser dieses Blogs Ihres Vertrauens haben etwas zu sagen; Es spricht der Thessaurarius:)

    ...heute war ich um 8 Uhr bei Dompfarrer Böcker in der Hl. Messe. So ab Ende des Sanctus bemerkte ich im linken Blickwinkel einen älteren Herrn mit Talar und Rochette über dem linken Arm durch das nördliche Seitenschiff in Richtung Sakristei gehen. Vor der Sakramentskapelle machte dieser selbstverständlich eine Kniebeuge. Jedoch blieb es nicht bei diesem einen älteren Priester. Während des eucharistischen Hochgebets folgten eine ganze Reihe, die durch das nördliche Seitenschiff wandelten, teils eine Kniebeuge zur Sakramentskapelle machten, teils auch nicht, sich dann mit Handschlag imStephanuschor begrüßten und gestikulierten. Gegen Ende des Kanons wurde es dann auch in unseren Bankreihen unruhig, als mehrere Frauen - es waren wohl die Haushälterinnen - teilweise schwätzend sich zu uns gesellten. Passend zum Friedensgruß, zu dem vom Zelebranten nicht aufgefordert worden war, da dieser sofort mit der Brotbrechung begann, drehte sich die physisch sich in bester Verfassung befindliche Dame direkt vor mir um und hielt mir mit einem Blick, als wolle sie mir sagen "Jetzt seien Sie mal nicht so fromm und geben mir die Hand!", die Hand zum Friedensgruß entgegen. Nach der Kommunion bemerkte ich ein äußerst störendes Tratschen einer gemischten Gruppe unmittelbar hinter dem Kanzelpfeiler im südlichen Seitenschiff. "Übersieh den Balken im eigenen Auge nicht, bevor Du Deinen nächsten auf das Staubkorn aufmerksam machst" - Auf die Bedeutung dieser Mahnung, die manchmal von Zivilcourage abzuhalten droht, konnte ich diesmal keine Rücksicht nehmen. So ging ich ins südliche Seitenschiff zu jener Gruppe, welche aus älterenPriestern und wohl deren Haushälterinnen bestand und machte sie darauf aufmerksam, daß man noch dabei sei, die Hl. Messe zu feiern. EineHaushälterin bemerkte mich, die Priester waren kräftig in das Gespräch vertieft. Als ich dann wieder auf meinem Platz war, wurde es ruhig.Möglicherweise hatte die eine Haushälterin doch auf meinen Einwand hinweisenkönnen. Nur der Strom der durch das nördliche Seitenschiff wandelnden Priester riß nicht ab.Man kann jetzt wild darüber debattieren, ob man nach der Wandlung nicht besser die Kniebeuge zum Altar macht als zur Sakramentskapelle. Ich stelle mir aber die Frage, welches Eucharistieverständnis bei diesen Damen undHerren vorliegt, wenn man meint, daß man während der Feier der Hl. Messe mal so eben durch den Dom laufen und sich unterhalten kann. Wenn ich dies häufiger bei Schulkindern beobachte, dann wird mir klar, daß es diese Kinder auch nicht wirklich vorgelebt bekommen. Wenn aber nun eine Generation, die eigentlich wissen müßte, was es heißt, das Christus mit Leib und Blut auf dem Altar gegenwärtig wird, sich wie unwissende Schulkinder im Dom verhält, obwohl sie das in ihrer Jugend sicher niemals gewagt hätte, dann kann doch etwas in unserer Kirche nicht in Ordnung sein. Ist während der Messe der Weg durch den Kreuzgang wirklich so unzumutbar? Hat die Kulturrevolution wirklich so viel Schaden angerichtet?

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