«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2019*

    11.1.10

    Metaphysische Scham

    o.k., o.k. blödes Wort und wohl von Rahner; also der Reihe nach:

    In vielen Blogs werden Bilder gezeigt; in katholischen Blogs natürlich auch Bilder aus der Liturgie - so weit so gut.
    (Wir kommen zum:) Aber: Bin ich der Einzige, den es stört, wenn Bilder von der Elevation, von der gewandelten Hostie, von IHM gezeigt werden?
    (Ich werde jetzt den Teufel tun und Beispiele verlinken!)
    Ich, der ich mich schon bekreuzige, wenn Dumpfbacken - und zu den Dumpfbacken gehört ja auch unser deutsches Lektionar - den Gottesnamen auszusprechen meinen, ich brauche solche Bilder nicht; nein, ich will sie nicht. AUSRUFEZEICHEN!
    Seid Ihr sauer, wenn jetzt ganz hinten links in meinem Schädel, das Wort Pornographie erscheint?
    Gebt mir meine Ikonostase!

    Update:
    Weiter auch bei Elsa

    13 Comments:

    Blogger Theresia Benedicta said...

    Die Einführung einer Ikonostase wäre wirklich nicht dumm... Würde auch jegliche Tänze um den Altar erschweren :-)

    09:16  
    Anonymous Elsa said...

    Das bin dann ich mit dem letzten Foto vom Hl. Vater in der Sistina oder auch von denen der Wandlung in den Erdbebentrümmern von den Abruzzen. Ob das Foto von der Feldmesse in Afghanistan auch ein Wandlungsfoto war, weiß ich nicht genau, weil alle kauern.
    Und nein, ich bin nicht sauer wenn es dich stört, aber so richtig und voll und ganz nachvollziehen kann ich es auch nicht. Da es auf den Bildern auch jeweils um den Gesamtzusammenhang geht. Die dargestellten Momente sind würdig und andächtig oder meditativ und nicht anstößig in ihrem ganzen Zusammenhang, in ihrer jeweils ungewöhnlichen Umgebung und Situation. Wenn man die Wandlung nicht zeigen soll, wie steht es dann mit der gewandelten Hostie in der Monstranz? Dann müsste auch dies anstößig sein.
    Ich persönlich werde versuchen, solche Fotos in Zukunft zu vermeiden, aber ich kann sie dir evtl. nicht ganz ersparen, Thomas, da sie für mich (jedenfalls die drei die ich bisher brachte) die ganze Schönheit und die ganze Dramatik unserer Kirche zeigen, auch und gerade für Fernstehende, die sich gerne nähern würden.
    Außerdem kann es auf dem jeweiligen Bild auch immer noch um den Moment kurz vor der Wandlung gehen, meine ich.
    Die Ikonostase haben wir nicht, die Wandlung findet bei emporgehobener Hostie vor aller Augen statt. Dann ist auch das absichtliche oder zufällige Daraufstarren in dem Moment gleich pornografisch.
    Das wird dich jetzt nicht unbedingt besänftigen.
    Also belass ich es erstmal dabei, einfach als Stellungnahme und mache Werbung für den Beitrag auf Domradio.
    LG
    Elsa

    09:43  
    Anonymous Dybart said...

    Gebe Dir Recht beim Namen des HERRn (auch wenn ich micht nicht bekreuzige - tut man das nicht, wenn der Name "Voldemort" genannt wird?), sehe allerdings weniger ein Problem in Messfotos.
    Eher schon, wenn die tätige Teilnahme des Gottesvolkes vor allem im Filmen und Knipsen besteht.

    12:02  
    Blogger Johannes said...

    Hm. Versteh ich jetzt auch nicht. Ist es nicht so, daß wir an Fronleichnam die gewandelte Hostie mit der Montranz vor uns hertragen. Ist das nun - horribile dictu - Pornographie? Andererseits neige ich bei der Wandlung stes das Haupt, nehme also den Moment der Wandlung nicht wahr. Aber ist das nun richtig so, oder nicht?

    12:09  
    Blogger dilettantus in interrete said...

    Also noch mal (hoffentlich) klarer:

    Meine Frage ist nicht, ob man den Herrn bei der Elevation oder in der Monstranz betrachten soll, sondern ob man von diesem Akt Photos machen darf und diese anschauen sollte.

    Die eigentliche Realpräsenz ist ja im Photo nicht abbildbar. Die auf dem Photo abgebildeten gehen aber in dem Moment (hoffentlich)von der Realpräsenz aus.

    Ist so ein Bild also noch schamhaft, den Menschen oder der Hostie gegenüber??

    Ich fühle mich da sehr unwohl.


    Ach ja: Die Ikonostase wollte ich für meinen Bildschirm nicht für die westliche Liturgie.

    12:52  
    Anonymous Elsa said...

    Kann man das wirklich vergleichen, die Nennung des Gottesnamens und ein Foto von unserem Hl. Vater mit dem Allerheiligsten?
    Ich habe keine Freude daran, wenn jemand den Namen ausspricht.
    An dem Foto hatte ich sehr viel Freude. Aber ich mag da gerade ja falsch liegen. Nicht alles was Freude macht, ist auch heilig und richtig (gerade Ex-Protestanten ist das WOHL BEWUSST*gg*).
    Scusì also.

    22:57  
    Blogger Lumen Cordium said...

    Ich glaube so ein Bild habe ich nicht auf meinem Blog

    Das mit dem Namen verwirrt mich jetzt ein bisschen.

    14:41  
    Blogger vaticarsten said...

    Hmmm. Was die Fotos vom Moment der Wandlung zeigen, habe ich keine Probleme damit. Ich hätte ein Problem damit, wenn mir bei jeder Hl. Messe (oder eben andauernd) ein Fotograf vor der Nase rumtanzen würde. Bei besonderen Gelegenheiten handhabe ich das so, daß ich vor der Messe darum bitte, alle Kameras auszuschalten, da es einen eigenen Fotografen gibt, der Bilder macht. Den hole ich mir vorher an die Seite und sage ihm, was geht und was nicht. Meine Meinung geht also in die Richtung: Mit den Fotos selbst bin ich vollkommen d'accord - die Art und Weise wie sie entstehen darf aber nicht stören oder ablenken.

    Was den Namen Gottes betrifft: Persönlich spreche ich ihn mit Gott oder Vater an. Aber grundsätzlich: Warum sollte ich seinen Namen nicht nennen dürfen, wenn ich ihn sogar ganz intim "Abba" nennen darf?

    08:25  
    Blogger Lumen Cordium said...

    @vaticarsten

    Aus Wikipedia:
    >>>>>>>>>>>>>>>
    Die den Christen im Vaterunser aufgetragene Heiligung des Gottesnamens schließt nach Auffassung der Römisch-katholischen Kirche auch den Respekt vor der jüdischen Tradition ein, den Gottesnamen nicht auszusprechen. So erteilte Papst Benedikt XVI. am 29. Juni 2008 eine Anweisung an alle Bischofskonferenzen, die zugleich als Bitte an alle Kirchen formuliert war, den Gottesnamen nicht mehr in Liturgie, Gebeten oder Kirchenliedern zu verwenden:

    „Man darf den Namen Gottes nicht in der Form des Tetragramms YHVH aussprechen.“

    Damit reagierte der Papst auf eine Bitte des römischen Oberrabbiners Riccardo Di Segni vom Januar 2006.
    <<<<<<<<<<

    Mal ganz abgesehen davon, verwirrt es mich, dass ein Christ Gott überhaupt mit YHVH anspricht. Ich persönlich kenne das nur von den heutigen Neuheiden, die damit besonders ihre Respektlosigkeit gegenüber des Christentums ausdrücken möchten.

    11:18  
    Blogger dilettantus in interrete said...

    Ach Conservare schön wär´s!

    Wenn Du in den aktuellen Schott guckst, wird das Tetragramm z.B. in der Osternacht (dritte Lesung, anschließender Antwortpsalm, siebte Lesung )und am Dreifaltigkeitstag (Lesejahr A und B erste Lesung!) ausgesprochen.
    Also an durchaus hervorgehobener Stelle!

    Im Netz unter:
    http://erzabtei-beuron.de/schott/index.php

    13:04  
    Anonymous Dybart Simpson said...

    Ja, ich sehe die Aussprache des Gottesnamens wie erwähnt auch kritisch. Zunächsteinmal ist es ein wenig taktlos den Juden gegenüber, die seit tausenden Jahren eben vermeiden genau diesen Namen auszusprechen. Weiterhin ist mir auch nicht bekannt, daß die christliche Tradition die Regelung, das Tetragramm nicht auszusprechen tatsächlich abgeschafft hätte - von Jesus ist das jedenfalls nicht bekannt. Vor allem aber ist keineswegs sicher, daß die heutige Annahme, wie der Name des HERRn auszusprechen sei, wirklich zutreffend ist. Sie ist eine Rekonstruktion und damit eine Hypothese, die eventuell genauso falsch ist, wie der sensationelle Durchbruch, als es den Schriftgelehrten endlich gelungen war, eindeutig herauszufinden, daß der Gottesname "Jehova" war. Damals war man sich so sicher, daß der falsche Name in etliche Bibelausgaben aufgenommen wurde, anstatt bei dem traditionellen HERR oder HErr zu bleiben.

    15:46  
    Blogger Lumen Cordium said...

    Danke, das wusste ich nicht.

    Der aktuelle Schott... das ist also nicht der von 1962, nehme ich an?

    16:14  
    Blogger Laurentius Rhenanius said...

    Ikonostase ist nett, aber nen gut gebauter Lettner westlicher Bauart tut auch seinen Dienst!
    Xanten, Kiedrich...
    ;-)

    22:05  

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