«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2019*

    23.1.08

    missa apostolica

    Vor kurzem haben Cicero und irgendwie auch Alipius über ihr Verhältnis zur "Alten Messe" berichtet - hier ein paar Gedanken von mir!

    Eigentlich begann alles in meinem Studium; die dort vertretene These, daß - ich sag´s mal populärtheologisch - im II. Vatikanum der Hl. Geist auf die Erde gekommen sei, überzeugte mich nicht so sehr. Der einzige Kritiker den ich las, war dann komischerweise der Atheist Lorenzer.

    Dann zwei komische Dinge: Während ca. 10 Jahren erlebte ich eine absolut unbefriedigende Godi-Gestaltung (Das Wort paßt hier wirklich mal besser als Feier der Hl. Messe) und entdeckte in dieser Zeit die Alte Messe nicht. (!) Eigentlich seltsam: Ich war vorher schon in byzantinischen, armenischen, syrischen und äthiopischen Liturgien gewesen, nur nicht in tridentinischen.

    Gerade als ich dann durch Glück, Gnade und Umgemeindung in eine Gemeinde geriet, wo die Neue Messe recte et rite gefeiert wird, habe ich dann die Alte Messe entdeckt. Und so unterscheidet ich mich garnicht groß von den Vorrednern; praktisch besuche ich Sonn- und Feiertags die "Neue Messe", aber gerne auch mehrmals im Jahr die Alte. Und ich tue das relativ unverkrampft - meine Generation hat keine Lust alte Grabenkämpfe nachzuspielen! So ist es mir egal, wenn die einen sagen "böse vorkonziliar" und andererseits sind mir rubrizistische Grabenkämpfe auch ziemlich egal.

    Zwei Ergänzungen:

    Erstens der Hinweis auf die Kölner liturgische Tagung 29.2 - 2.3. (an der ich hörend, betend und singend teilnehmen werde - d.v.n.v.)

    Zweitens: Das Wort "Neue Messe" geht natürlich garnicht. Wäre die Messe "neu", wäre sie nicht mehr apostolisch. Dann bliebe nur noch der Sedisvakantismus. Eine der wichtigsten Früchte des letzten motu proprio ist daher die Klärung: "ordentlich" - "außerordentlich" bzw. "expressio (extra)ordinariua", hier sollte man noch an einer scharfen Begriffsbestimmung feilen.

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    3 Comments:

    Anonymous Anonym said...

    Auch wenn einige scheinbar glauben, dass vor dem 2. Vatikanischen Konzil offenbar nix war, du wirst doch nicht behaupten, dass der Heilige Geist damals nicht zumindest mal vorbeigeschaut hätte, um es mal populärlaienhaft auszudrücken.

    16:26  
    Blogger dilettantus in interrete said...

    Ich will das nicht behaupten, ich sage nur, daß das in meiner Studienzeit unausgesprochene Prämisse war!

    21:23  
    Anonymous Anonym said...

    Das will ich dir auch nicht unterstellen, der Kommentar war auch ein wenig augenzwinkernd gemeint.

    Wenn es um diese Frage geht, fällt mir immer Jean Guitton ein, der in seinem Buch "Dialog mit Paul VI" meinte, das wahre Wirken des Heiligen Geists im Konzil würde man erst erkennen, wenn der letzte Zeitzeuge gestorben ist. Ich glaube an dieser historischen Sichtweise ist durchaus etwas Wahres.

    22:12  

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