4.2.17
Von Dessous und Sägen
Da finde ich einen Artikel über Dessous, dessen positive Beschreibungen und Wertungen ich nicht ablehen; aber die Argumentation:
"Sind sie praktisch? Nein! Schön? Ja!" heißt im Artikel.
Für den Scholastiker gilt dann natürlich: Etwas, was nicht funktional ist, ist nicht schön.
Quilibet autem artifex intendit suo operi dispositionem optimam inducere, non simpliciter, sed per comparationem ad finem. Et si talis dispositio habet secum adiunctum aliquem defectum, artifex non curat. Sicut artifex qui facit serram ad secandum, facit eam ex ferro, ut sit idonea ad secandum; nec curat eam facere ex vitro, quae est pulchrior materia, quia talis pulchritudo esset impedimentum finis. (S.Th. I 91 3 resp)
Jeder Künstler aber sucht sein Kunstwerk so einzurichten, daß es dem Zwecke entspricht; sollte auch wirklich damit nach einer anderen Seite hin ein Mangel verbunden sein. So macht z. B. der Schmied die Säge, welche harten Stoff teilen soll, aus Eisen; und nicht aus Glas, mag auch das Glas schöner aussehen; denn solches Glas würde ein Hindernis für den Zweck sein.
Jut, aber sind die Dessous nicht gerade sehr praktisch, weil sie auf ihren Zweck hin ausgerichtet sind, der womöglich ein anderer ist als der des ollen Schlafanzuchs?!
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