«Internet è come un immenso magazzino (di informazioni), ma non può costituire di per sé la "memoria"» (Umberto Eco) --- «Ecco, aiuto io!» (Dilettantus Didymus)

Thomas sein Abendland

Was so wichtig ist zwischen Vatikan und Niederrhein

  • Alle Rechtschreibefehler sind beabsichtigt und tragen zur allgemeinen Erheiterung der Leserschaft bei!
  • C+M+B*2017*

    30.7.14







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    21.7.14


    14.7.14

    Liebe und Geographie


    8.7.14

    "Laien"


    Zwei Priester aus der Zone aus den ostdeutschen Diözesen, haben sich zur Rolle von Geweihten und (Berufs)Laien in der Kirche geäußert. Es gab Kommentare und verschiedene blogoezesane Antworten und da die (1.) lesenswert sind, (2.) hier gut zusammengefaßt sind und ich (3.) faul bin, so mag dies als Überblick genügen.

    Aber ich möchte drei kleine (oder vielleicht doch nicht so kleine) Dinge ergänzen, alle unter der Prämisse, daß das christliche Handeln in  der Welt (ach ja, und auch Zeitungsartikel, Kunstwerke und Kompositionen u.v.a.m. sind Handeln in diesem Sinne) die Aufgabe der Laien ist.

    1. Anfrage an Laien

    Auch der Laie ist nicht zu allem kompetent. Ich habe keinen Führerschein. Ich habe keine Ahnung von Ballgetrete. Ergo: Ich kann mich - auch wenn ich weltgesandter  Laie bin - nicht kompetent zu Gangschaltungen und Abseitsfallen äußern. Klingt banal - ist es aber garnicht. Wie oft erleben wir bei Kabinettsumbildungen in Bund und Ländern, daß die Ressorts beinahe zufällig gewechselt werden. Landwirtschaft kann gegen Verteidigung, Medien gegen Finanzpolitik getauscht werden. Und das gilt auf allen Ebenen: Vom Stadtrad bis zum ZdK. Dies jetzt aufkommende Unbehagen sollte uns Laien auf jeder Ebene gleichermaßen hemmen wie beflügeln.

    2. "O Ihr Pfaffen laszet die Laien..."

    Wichtig ist auch, daß sich Priester nicht in die Aufgaben der Laien einmischen. Nehmen wir mal zwei eindeutige Bereiche, wo ein Laie Stellung beziehen kann, muß und soll: "Verkaufsoffene Sonntage" und "der Mord an Ungeborenen (vulgo Abtreibung)".

    Frage an die Laien: Trauen Sie sich zu diesen Themen klare Kante zu zeigen? - Ja? Ich gratuliere und konkretisiere die Frage: Trauen Sie sich zu diesen Themen klare Kante zu zeigen, auch wenn Ihr Gemeindepfarrer oder ein Weihbischof mit auf dem Podium sitzt? Oder befürchten erwarten Sie dann Sätze wie: Ja Frau X, natürlich ist der Sonntag ein hohes Gut, natürlich ist dem Lebensschutz nichts vor zu ziehen, aber wir müssen doch auch die Härten in der konkreten Situation sehen....... Zeigen Sie auch jetzt noch Kante oder schrecken Sie zurück, nicht weil ihnen irgendetwas gesellschaftlich oder finanziell passieren könnte, sondern einfach nur, weil Ihnen die Situation jetzt zu peinlich und zu kindisch geworden ist?

    3. Laien als Gemeindeleiter

    Warum eigentlich nicht? (Lieber konservativer oder traditioneller Mitleser erschrecke ich Dich  jetzt......gemach!) Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen ein Laie leiten muß. Denken wir an Diaspora - Situationen; denken wir aber auch an Priester, die außer Sakramente zu spenden nichts können - Was ist denn daran so schlimm?  Ein Bäcker soll auch erst einmal backen, die Backstube mag jemand anderes streichen - Weinhändler und Lokführer muß es gleichemaßen geben. Niemand verlangt, daß sie die Aufgabe des jeweils anderen erfüllen. Oder machen wir es mal utopisch. Da bricht auf einmal die Erweckung aus - und dann muß der Pfarrer auf einmal zehn Stunden am Tag Beichte hören und seelsorgerliche Gespräche führen. Und trotzdem muß in dieser Gemeinde noch das Gemeindefest vorbereitet werden - und die Wallfahrt - und jemand muß beim Rosenkranz vorbeten - und einer muß dies an die Presse geben - und auf´s Blog setzen - und dann muß einer eben das ganze noch koordinieren -ich kann mir Situationen vorstellen, in denen ein Laie leiten muß.

    Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen ein Laie leiten muß. Und nun zum Aber: Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen ein Laie leiten muß, ABER NIEMALS darf dies ein dafür bezahlter Laie sein. Nicht der hauptamtliche Pastoralreferent ist hier gefragt, sondern die Chemielaborantin, der Verkehrspolizist oder auch der Witwer mit Kind. Hier schlägt die Stunde des Laien qua Laie-sein und nicht die des forcierten Berufslaien.

    Also darum: Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen ein Laie leiten muß.




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